Welche Wolle liegt schon am allerlängsten in deinem Vorrat? Warum ist sie noch nicht verarbeitet (oder verkauft oder verschenkt…)? Was soll(te) aus ihr einmal werden?
Die Beantwortung dieser Frage lässt Einblicke in mein Chaos zu: vor zwei Tagen war ich auf der Suche nach meinem Poesiealbum, wollte mal wieder in Kindheitserinnerungen schwelgen. Beim Durchwühlen diverser Schachteln und Kisten fand ich eine Schachtel, die mit „Briefe“ beschriftet war. Könnte interessant sein, dachte ich und öffnete sie. Was aber fand ich darin: uralte Sockenwolle, echt häßliche Sockenwolle, die ich gekauft habe, als ich noch in Berlin wohnte (und das tue ich seit fast sieben Jahren nicht mehr!). Die muß beim Umzug irgendwie in diese Kiste geraten sein und dann habe ich sie einfach vergessen und mich mit neuer schöner Sockenwolle versorgt. Im Ernst: ich habe die Wolle gerade eben noch einmal inspiziert: mit der kann ich nicht mehr stricken! Aber vielleicht brauche ich sie ja noch zu Schulungszwecken: meine Nichte zeigt in letzter Zeit vermehrt Interesse am Stricken, vielleicht lernt sie es ja, wenn sie nun in die Schule kommt, dann vermache ich ihr die Wolle.
Es fragte das Wollschaf
Monthly Archives: August 2005
Bi-Color Brioche Rücken
Mann, endlich! Ich dachte schon, das nimmt kein Ende! Aber das Rückenteil ist fertig! Wie man sieht, habe ich viel weniger Wolle gebraucht, als erwartet: die „Reste“, die man sieht, gehören zu den Knäueln, mit denen ich angeschlagen habe. Ich schätze, insgesamt habe ich bisher 110 Gramm verbraucht.
Und hier noch der Versuch einer Detailaufnahme des Armausschnittes, die Farben kommen hier besser raus.
Und @ Eva: Sowohl die Anleitung für den Pulli als auch einen Artikel über die Technik gibt’s in der Interweave Knits Spring 2005. Ich finde die Erläuterungen gut, habe es vorher noch nie gemacht.
Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 32/2005
[Verspätet wegen Urlaubszeit] Schlag doch mal ein Ausflugsziel vor, das etwas mit Stricken, Wolle oder Kreativsein zu tun hat! Was kann der Strickinteressierte in deiner Umgebung entdecken? Oder hast du einen Tipp für Fernreisende? Oder sonst einen Vorschlag?
Wolliges Ausfliegsziel in der Nähe? Da fällt mir nur eines ein: Wie wäre ein Besuch bei Tutto/Zwerger/Opal? Und wenn man dann eh schon in Hechingen ist, kann man auch gleich die Burg Hohenzollern anschauen.
Es fragte das Wollschaf
Coccinellidae
Oder wie ich zu sagen pflege: der Marienkäfer. Opal Marienkäfer, Größe 40.
Tweed
Gerade hat die Post geklingelt: Irischer Donegal Tweed ist angekommen in zwei Brauntönen. Nachdem ich hier vor Ort keine Wolle für das Papa-Projekt gefunden habe, habe ich am Montag mal bei Ebay geschaut und das hier entdeckt. Und heute ist es schon da! Und die Wolle ist toll, der Griff, die Farbe, herrlich. Da heute sowieso familiärer Ernteeinsatz in Opas Garten angesagt ist, kann sich mein Vater gleich mal entscheiden, welches Braun er haben will.
Der Liguster…
…der sich jetzt hoffentlich selbst nicht mehr erkennt. Im Fr�hjahr habe ich ihn schon gestutzt, aber offensichtlich nicht genug! Heute habe ich mir also erneut ca. 8 Meter Ligusterhecke vorgenommen, damit ich in meiner Sitzecke auch wieder etwas Tageslicht habe. Hier sieht man das Ergebnis am Objekt:
Und hier sieht man – zugegeben nicht gut, da mit links aufgenommen – das Ergebnis bei mir: zwei fette Blasen, die mir jetzt das Stricken verdriesen 
Tuning
Ich war bei Wolle Rödel und habe meine Häkelwolle in Stricknadeln umgetauscht, u.a. in ein neues Nadelspiel. (Die Wolle dort hat mich für das Papa-Projekt leider nicht überzeugt!) Nach dem „Tiger“ habe ich nun den „Marienkäfer“ angeschlagen und was soll ich sagen: warum habe ich mir nicht früher ein neues Nadelspiel gegönnt?! Irgendwie dünkt es mir, als strickte ich jetzt schneller. Auf dem Bild seht Ihr das neue Nadelspiel und im Hintergrund das alte (aber genau deshalb geliebte) und verbogene Nadelspiel. Wie glatt und gerade doch Nadeln sein können 😉 !
Alles Tiger!
Oder was?
Vorne: Opal Tiger, Größe 40 (meine!). Hinten: Tiger, Größe normal (auch meine!).
Sonntagsausbeute
Ich bin nicht zu Wolle Rödel geschlendert, sondern habe es mir daheim mit meiner vorhandenen Wolle und einem Hörbuch gemütlich gemacht. Als vorhin dann tatsächlich ein bißchen die Sonne rauskam, habe ich mich sofort auf’s Fahrrad geschwungen und bin in den Garten gefahren. Das ist das, was ich heute den Schnecken und der Fäule entreißen konnte:
Ich saß dann etwas bibbernd auf der Bank und habe noch schnell die Socken fertig gestrickt (Opal Prisma, Größe 40), die mich noch abhielten, mich an die Regenwald-Wolle zu machen:
Und dann war es soweit: es wurde getigert!
Wie Ihr an den Lichtverhältnissen sehen könnt, war dann auch Schluß mit Sonne – schnell zusammengepackt und heim ins Warme!
Kalte Füße
Es kann doch nicht sein, daß ich mitten im Sommer in Wollsocken rumsitze und mit einem wohligen Gefühl an einem Winterpulli stricke, nur weil der so schön warm ist! @Zizi: Du hast schon recht: wie gut, daß mir die Sockenwolle nicht ausgeht 😉
Aber ein Gutes haben diese Temperaturen ja auch: ich konnte gestern meinen Drop-Stich Cardigan der Öffentlichkeit präsentieren und war froh, daß ich ihn anhatte, als ich mich mit meinen Eltern zum Freiluft-Mittagessen traf. Mein Vater war sehr angetan und als ich ihm noch die neue Verena zeigte, weil ich ihm zum Geburtstag (November) was stricken möchte, hat er sich eine Rangliste erstellt. An erster Stelle steht die Strickjacke (Modell 61) und weil ich mich jetzt wie die Herrin der Reißverschlüsse fühle, jagt mir auch dieses 70 cm Monstrum keine Furcht ein. Weil meine Mutter darauf besteht, daß seine Jacke maschinenwaschbar ist, kann ich auch nicht meine Royal Tweed dafür verwenden. Wie’s der Teufel will, ist heute verkaufsoffener Sonntag hier in der Stadt, vielleicht schlendere ich heute Nachmittag zu Wolle Rödel, habe eh noch Häkelwolle (!!), die ich mal im Wahn gekauft habe und nun zurückgeben will. Vielleicht finde ich ja dort geeignete „Papa-Wolle“!