A posting about how difficult it is to get the right haberdashery here in town and about the strange self-image of the German sales staff: you say want you need and they say: no, nobody needs this, take this, it’s better. But the “better thing” is something that doesn’t have the beginnings of the thing you really want. In this case I tried to buy a band for the quilt’s binding. Later I told my mother the story and she said: come here and you get what you want: a basket full of haberdashery from my grandma’s estate. And now I have this wonderful things. On the ‘blister’ of the buttons is written: ‘the fashion is changing – the snap fastener is staying’.
Als es an das Binding von meinem Mini-Quilt ging (danke übrigens für die netten Kommentare!), machte ich mich auf zum einzig verbliebenen Stoff- und Nähladen in dieser Stadt (der zweite hat letzte Woche für immer geschlossen). Ich verlangte Schrägband. Da ich ja grundsätzlich ein gutgläubiger Mensch bin, erwartete ich nun eine Schublade mit einer umwerfenden Auswahl an verschiedenen Farben… Was mir geboten wurde war eine Schublade mit 6 oder 7 Rollen in den Farben Schwarz, Braun, Lila und mehrere Rosa- bzw. Pinktönen. Ich: Äh, ich brauche aber was in Gelb oder Orange. Die Verkäuferin (im Nachgolgenden als “Sie” bezeichnet): Gelb braucht kein Mensch. Ich: Äh, doch: ich. Sie: Nönö, Gelb braucht man nicht. Ich: Aber drei verschiedene Rosatöne braucht man? Sie: Na, dann nehmen sie halt ein Satin-Band. Ich: Ich will aber kein Satin-Band. Sie: Das ist aber schön. Ich wende mich leicht angewidert ab und murmele: ich schau mich dann mal um. (Wohlgemerkt: Sie fragte mich zu keinem Zeitpunkt, wozu ich das denn brauche, um mir vielleicht eine Alternative anbieten zu können!) Ich entdecke ein Regal auf dem auch noch Bänder und Kordeln stehen, u.a. etwas, das laut Verpackung als Webband bezeichnet wird (ich bin ja Anfänger, ich kenne das alles nicht) und sich hübsch anfühlt. Das gibt es zwar nicht Gelb aber immerhin in Weiß. Ich stelle ihr die Rolle hin und verlange ein paar Meter. Sie: das ist aber kein Schrägband. Ich: Ich weiß, das ist Webband und davon hätte ich gerne 4 Meter. Sie schneidet mir widerwillig die gewünschte Menge ab. Ich bezahle und frage mich mal wieder, was man in dieser Stadt tun muß, um a) das zu kriegen, was man will und b) ordentlich bedient zu werden.
Am Telefon erzähle ich meiner Mutter von meinem Quilt und den Schwierigkeiten mit dem Einzelhandel. Mama reagiert in einer nicht erwarteten Coolness: wenn du morgen vorbeikommst, dann kriegst du alles, was du willst. Ich bin zwar erstaunt, aber denke, sie wird schon wissen, was sie sagt. Als ich dann gestern mitsamt meinem Quilt bei meinen Eltern auftauche, steht schon ein kleiner Korb bereit, voll mit Bändern, Knöpfen, Spitzen, Borten und sonst noch Sachen, deren Namen ich mir nicht merken konnte. Es ist wieder einmal der Nachlass meiner Oma, die Zeit ihres Lebens in der Änderungsschneiderei eines Modehauses gearbeitet hat. Wir wühlten uns gemeinsam durch die Schätze und ich durfte mir nehmen, was ich wollte:

Ist das nicht entzückend!? Und nun besitze ich eine große Rolle Webband in einem schönem Natur-Ton, der so ziemlich zu allem passt.
Und diese Socken sind in den letzten Wochen immer mal wieder nebenher entstanden: Regia Tibet Color.
New socks, yarn: Tegia Tibet Color.






























