Von 30°, Ordnung und gelockten Schafen

Der rote Hoodie hat die Maschinenwäsche sehr gut überstanden und liegt nun wieder in einer adäquaten Größe (ich habe sämtliche Skrupel überwunden und wünschte dem Teil eine ordentliche Schrumpfung bei 30°!) zum Trocknen – die Kapuze habe ich so zusammengefaltet, daß sie wohl vier Tage zum trocknen braucht, aber dafür nicht leiern kann – ich werde dieses Ding schon wieder passend kriegen!!

Den größten Teil des Nachmittags habe ich bei Sonnenschein (Ja!!) und in T-Shirt (Jahaaa!!!!) auf dem Fensterbrett verbracht, nicht glauben könnend, daß ich nur vier Tage zuvor einen Winterkoller hatte. Ein bißchen habe ich mich der Ordnung gewidmet: bis jetzt hatte ich meine Handarbeitsutensilien in einer kleinen Schüssel auf dem Fensterbrett neben dem “Arbeitssofa” stehen, ab heute ist alles extrem übersichtlich und staubfrei in einem Holzkasten untergebracht:

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Mußte schon mehrmals wieder den Deckel lupfen, um zu schauen, wie nett da alles drin liegt.

Außerdem habe ich mich endlich wieder ans Spinnrad gesetzt und die restlichen Hundert Gramm vom Wensleydale Sheep gesponnen, das ich im September begonnen hatte.

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Zum Wickeln kann ich mich heute nicht mehr aufraffen, zumal auch noch Essengehen auf dem Plan steht, aber ich zeige dann noch ein Bild vom fertigen Strang und denke in der Zwischenzeit darüber nach, welchen Schal/welches Tuch ich daraus stricke.

Never wash…

…a silky Hoodie!!

Der rote Hoodie passt nach seiner Handwäsche nicht mehr. Die Kapuze hat Dimensionen, die einem Kartäuser bestimmt gefallen würden.

Deshalb (Tatendrang zu Beginn des Wochenendes!) kommt das Ding jetzt in die Waschmaschine, schlimmer kann’s nicht werden. Und danach werde ich das Teil ganz klein zusammenlegen und so soll es trocknen.

Bericht folgt…

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Alle E-Mails und Fragen zum Thema Hoodie, die mich in letzter Zeit erreicht haben, werden, ich versprech’s, dieses Wochenende beantwortet, entweder per Mail oder hier.

Gegenmaßnahmen

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Nach dem Stimmungstief gestern waren heute dringend Gegenmaßnahmen angesagt. Zunächst Farbe! Auf dem Weg zur Arbeit komme ich am Markt vorbei und dort wurden schon am frühen Morgen verschiedene Töpfchen von Primeln, Ranukeln und Veilchen eingekauft.

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Eine gelbe Primel wurde gleich im Büro einquartiert. Die Mittagspause wurde für einen schönen Spaziergang genutzt und das wurde mit Sonnenschein belohnt. Außerdem neulich das hier entdeckt auf einem alten verrosteten Gartentor, heute festgehalten:

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Schwer zu erkennen? Ich war etwas zu klein zum Fotografieren, also wurde die Kamera aus der Hand gegeben an den Größeren:

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X-Mal bin ich da schon vorbei gelaufen – erstaunlich, was man dann nach Jahren entdeckt. Hatte ich früher ein Brett vor dem Kopf in der Ecke?

Daheim angekommen wurden die Blümchen arrangiert und der Feierabend mit einem Kaffee eingeläutet und der Ärger aus dem Büro, der mich beinahe aufgefressen hatte, aktiv weggefreut, hat sogar funktioniert: sich in den Erbsessel setzen und mich an den schönen Dingen, die ich doch so zahlreich um mich habe, freuen.

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Kann mal bitte jemand…

…das Licht anknipsen oder mir wenigstens versichern, daß es auch dieses Jahr ganz bestimmt (echt, wirklich, garantiert…) Frühling wird? Das halte ich ja keinen Tag keine Stunde länger mehr aus diese Trübnis, diese Kälte, dieses Grau! Vor über einem Jahr war es schon so warm, daß ich Tomten alleine anziehen konnte, das bringt mich auch nicht besser drauf…

*Jammermodus aus*

(Alt-)Lasten

Tatendrang nach einem schönen Wochenende hat mich dazu gebracht, gestern Abend dem roten Hoodie ein Vollbad eine Volldusche zu gönnen, war dringend mal nötig. Der hohe Seidenanteil hatte mich bisher immer davon abgehalten und meine gesunde Abneigung gegen Handwäsche. Normalerweise stecke ich ja alles gnadenlos in die Waschmaschine, in diesem Fall habe Skrupel.

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Wie gut, daß ich nichts weißes mitgewaschen habe ;-) Immer wieder erstaunt mich das Gewicht von nassen Strickstücken, ich konnte das Ding kaum mit einer Hand halten.

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Der Hoodie lag wie eine aufgeqoullene Wasserleiche in der Wanne. Innerlich verabschiedete ich mich schon von ihm. Aber mittlerweile ist er fast wieder trocken und liegt doch recht ansehlich auf dem Wäscheständer. Noch mal gut gegangen…

Botticelli wächst sehr langsam, diese Intarsien gehen mir wirklich nur sehr schwer von der Hand, aber den ersten Ärmel habe ich bald fertig und dann fehlt tatsächlich nur noch einer, auf die Umrandung freue ich mich schon weil keine Intarsien mehr.

Deshalb brauchte es ein einfaches Stück für die Zeit, in der es zu dunkel ist, um mit drei verschiedenen Rosa-Tönen zu kämpfen oder in den Kopf einfach nichts mehr reingeht. Also Socken, in Anthrazit, klassisch, schön, die ersten für den Liebsten. Die müssen perfekt sein, man tritt ja gegen eine Menge handgestrickter Socken von der Verwandtschaft an ;-)

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Winterwunderland

Nach all dem Grau und sich Ärgern über den erneuten Schneefall sogar in unseren Niederungen und beschwerlichen Reisen zu Verwandschaftsgeburtstagen gestern (aber bald ist dieses Geburtstagsgehoppe bis November vorbei: Heppa!!) gab es heute morgen beim Aufwachen angesichts des tiefblauen Himmels nur einen Gedanken: raus! Vor anderthalb Jahren war ich schon mal auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen, es hat sich heute wieder gezeigt: es lohnt sich, schöne Plätze mal zu jeder Jahreszeit gesehen zu haben.

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Unser Weg durch die zauberhafte Winterlandschaft führte uns nach Gruorn.

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Der uralte Friedhof ist im Winter nur zum Teil passierbar. Irgendwie hatte ich Hemmungen, die perfekte Schneedecke durch meine Fußstapfen zu zerstören.

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Selten etwas so friedliches gesehen, als seien dicke Daunendecken über die Gräber gelegt, damit sie noch mehr Ruhe haben.

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In der Sonne war es sogar warm genug, eine Weile auf dem Bänkle zu sitzen und sich zu überlegen, wie alles wohl im Frühling aussieht. Und um dieses unfassbare Glück zu genießen, zu zweit auf dem Bänkle zu sitzen. (Dies als Antwort auf eure lieben Kommentare: Nicht verlobt, nicht verheiratet aber unglaublich verliebt ;-) )

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Central Park Hoodie III

Schon ein paar Tage fertig, schon eifrig getragen und innig geliebt: der dritte Hoodie. Hat viel Spaß gemacht, ihn zu stricken, die Wolle (Rowan Scottish Tweed Aran) ist einfach nur toll!

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Ich habe ihn exakt nach Anleitung gestrickt und mußte auch wegen der anderen Wolle keine Änderungen vornehmen. Ich finde, er passt ganz prima, schließen tue ich ihn nach Bedarf mit einer Haarklammer.

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Und einfach herrlich alltagstauglich, deshalb heute mal Fotos “in action”.

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Und als kleine Hommage an Holly und ihre “a beer for every sweater“-Idee heute mal wieder auch ein “a beer for every hoodie”-Bild:

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Anleitung: Central Park Hoodie von Heather Lodinsky.

Wolle: Rowan Scottish Tweed Aran, ca. 620 Gramm, gestrickt mit Nadelstärke 5.

Lebensmucks

Eine unerwartete und auch nicht willkommene, weil wegen technischer Schwierigkeiten provozierte Zwangspause im Arbeitstag bringt wenigstens mal ein kurzes Lebenszeichen von mir. Dem Hoodie und mir geht es prächtig. Noch ein paar wenige Reihen an der Verschlußblende, dann ist er fertig – naja, Ärmel müssen noch reingenäht werden, aber das zählt fast nicht. Bis gegen Ende der Woche müßte es dann ein Fertig!-Foto geben. Und dann kann ich auch endlich Botticelli an den Kragen bzw. an die Ärmel…