Raphael – sommerlich

Es wird hier nicht nur gebacken und über’s Land gefahren, sondern weiterhin auch gestrickt, wenn auch gerade nichts fertig gestrickt wird, vielmehr neues begonnen wurde: Raphael aus Baumwolle. Die spannendste Frage beim diesem glatt gestrickten Etwas ist die: wird die Wolle reichen, die ich mir irgendwann mal auf der Kone bestellt habe? Nach Fertigstellung des Rückenteils sagen meine Berechnung: ja, es reicht! Die Panik wird früh genug ausbrechen ;-)

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Meine Oma…

…wäre jetzt sehr stolz auf mich (meine Mama hat’s nicht mit dem Hefeteig): mein erster Nußzopf nach dieser fabulösen Anleitung von Frau Antonmann.

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Er duftet phantastisch, ein Geschmacksbericht wird nachgeliefert. Beinahe wäre das gute Stück noch im Ofen verbrannt, weil ich parallel dazu noch versucht habe, mich zu entscheiden, was ich alles mitnehme zum Wochenendausflug, bei dem wir eventuell im Zelt übernachten (seit 15 Jahren das erste Mal wieder!) oder eben auch nicht. Und am Abend wird es kühl, aber auch am Lagerfeuer? Und vorher noch Grillen bei meinen Eltern, da will man auch nicht gleich im Outdoor-Outfit rumhängen. So habe ich mich also noch nicht entschieden…

Euch ein schönes Wochenende!

Stoffe, Blümchen, Frosting…

Es sind ein paar unbeantwortete Fragen aufgelaufen :-)

Linda fragte nach dem Frosting auf den Zitronenküchlein: es ist eigentlich nur zerlassene Butter mit einer Unmenge an Puderzucker. Hier habe ich noch ein bißchen Zitronensaft reingetan, damit es geschmacklich passt und einen die Süße nicht gleich umhaut und noch einen Schuß Milch, weils nicht so geschmeidig war, wie ich dachte.

Antje fragte nach der Herkunft des Stoffes : den hab ich im örtlichen Einzelhandel erstanden.

Und ich fragte nach dem Namen der blauen Blumen, die zugebenermaßen nicht so gut erkennbar waren. Ingrid tippte auf Ehrenpreis. Ich denke nach der Konsultation des neuen Tier- und Blumenbestimmungsbuch, daß sie dazu zu hoch und zu groß waren. Hier nochmal ein Foto, auf dem man hoffentlich mehr erkennen kann, auch die Blätter. Kommen wir damit auf den Namen? Danke für’s Grübeln!

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Und bald gibt es auch wieder was strickiges zu sehen ;-)

Wer die Wahl hat…

…hat Qualen und nun frei! Wenigstens teilweise. War auch notwendig nach dem Wahlwochenende, an dem ich leider beruflich sehr beteiligt war, wobei der eigentliche Horror am Montag stattfand. Dem Glauben an die Demokratie tut es nicht unbedingt gut, zu sehr Einblick ins Geschehen zu bekommen… Streßabbau war am Montagabend angesagt in Form von einem Aufenthalt im wunderbaren Thermalbad, eine Art neue Tradition bei uns, purer Luxus, Balsam für Körper und Seele. Am Mittwoch hatte ich mal wieder das zweifelhafte Vergnügen, mit der Bahn über’s Land zu einem Lehrauftrag zu fahren. Hinfahrt klappte problemlos, bei der Rückfahrt ging die Lok kaputt, tuckerte im Schneckentempo durch’s Ländle, um mich dann eine Station vor meinem Bestimmungsort mit Totalschaden zu entlassen – sie macht es einem nicht einfach, die Bahn… Heute war extrem-Relaxen angesagt, das Wetter machte es einem leicht. Als es dann besser wurde, starteten wir spontan einen klitzekleinen Wanderausflug auf die Alb. Mit frisch gebackenem Marmorkuchen, einer Thermoskanne Kaffee ging es nach St. Johann über den Fohlenhof (hier ein bißchen scrollen) auf den Rutschenfelsen, wo wir in der Sonne Kaffeepause machten. Auf dem Weg dorthin gab es natürlich Pferde zu sehen:

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Und wenn man den Tierflüsterer bei sich hat, dann kommen sie auch nach einem kurzen Lockruf näher:

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Und wenn der Liebste für die Pferde auch noch Löwenzahn pflückt, dann kommen sie noch näher:

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Und an farbenprächtigen Wiesen vorbei, dank des neuen Tier- und Blumenbestimmungsbuch nehme ich stark an, daß es sich bei den gelben Blumen um Wundklee handelt – die blauen: keine Ahnung, weiß jemand mehr?

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Und auch gefunden: Walderdbeeren! Köstlich haben sie geschmeckt! Erinnern mich ímmer an “Bullerbü” und an meine Kindheit.

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Und wenn man einen Weg läuft, den man so oft mit der besten Wanderfreundin gelaufen ist, dann bleibt es nicht aus, daß man mit großem Bedauern darüber nachdenkt, daß sie sich nicht mehr meldet, den Kontakt abgebrochen hat. Verlassen werden ohne Erklärung, ohne ersichtlichen Grund hat einen noch bitteren Nachgeschmack als mit “Erklärung”. Dieser Weg ist so mit Erinnerungen gepflastert, es blieb eine gewisse Melancholie nicht aus. Umso glücklicher bin ich, daß ich mit dem Liebsten jemanden an der Seite habe, mit dem ich auch diese Gedanken und auch diesen Teil der Welt teilen kann und das nun seit zwanzig Wochen – für einige vielleicht eine lächerlich kurze Zeit, für mich ein Goldenes Zeitalter in der Gegenwart.

Heppa!

Oder: geplatzter Knoten/Verlust der Nervosität an der Nähmaschine oder so ähnlich…

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Dieses Bild vorweg, weil es das einzige ungeblitzte ist und somit die Farbe am ehesten wiedergibt, auch wenn die Kamera mit Rot einfach nicht so kann. Diesen Stoff habe ich vor ein paar Tagen gesehen und gleich gekauft. Inbegriff des Sommers, tolles Rot, tolles Orange – das hat mir gefallen. Daraus sollte ein Rock werden, wieder der ganz einfache Schnitt, wieder mit Gummizug. Daß ich beim Zuschneiden einen Fehler gemacht habe und statt zwei Teilen nun vier in den Händen hielt: sei’s drum, ich blieb entspannt.

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Auch daß auf einmal Zipfel da waren, wo auf dem Schnitt keine Zipfel zu sehen sind: egal – die Zipfel wurden wegimprovisiert. Daß ich auf dem schlechten Foto auch noch orangene Socken trage: pfeif drauf – es ist kühl heute.

Es blieb Stoff übrig. Ich bat meine Mutter, mir den Schnitt mitzubringen, aus dem sie mir vor einigen Jahren einige Tops genäht hatte. Und machte mich äußerst entspannt daran, zum ersten Mal was zuzuschneiden, das nicht rechteckig ist:

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Sondern einen Ausschnitt hat! Und sogar kleine Schlitze an der Seite (Schlitze! – ich!):

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Und was noch viel sensationeller ist: es passt!

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Marke Kittelchen/Hängerchen, saubequem, luftig und doch angezogen und ich bin stolz wie Bolle!

Mal wieder “Lebensgefahr”

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Ich habe schon ein-, zweimal über meine Ausflüge zum ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen berichtet, hier ist Folge 3: der Pfingstausflug. Eigentlich wollten wir die Fahrräder mitnehmen, aber heute morgen stellte sich doch heraus, daß die beiden Räder nicht in das große Auto des Liebsten passen. Also umdenken auf eine Wanderung, kurz alles umgepackt auf die Rucksäcke und dann ab über die Alb. Wir stellten das Auto am Parkplatz ab, obwohl man heute ausnahmsweise bis nach Gruorn fahren konnte wegen des Pfingsttreffens. Hat mich ein wenig aufgeregt: entweder man ist UNESCO Biosphärengebiet oder man ist es eben nicht. Und: hallo Besucher: ca. 80% von euch hätte es extrem gut getan, den kurzen Weg zu Fuß zu gehen! Wir haben eine schöne lange Wanderung gemacht, zunächst war es sehr kalt und wolkig, später wurde es so sonnig, daß ich jetzt einen Sonnenbrand im Gesicht habe ;-)

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ca. 15km vorbei an idyllischen Streuobstwiesen

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…und wilden Lupinen.

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Farbwunder mit Wildem Thymian und einer Raupe, die sich nicht näher vorgestellt hat.

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Und natürlich: Schäfle!

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Und ein gesprächiger Schäfer dazu mit kleinem Herdendrama: zwei Mutterschafe waren gestern weggelaufen um zu lammen und standen nun fernab der Herde am Waldesrand, alles angeblich Schuld des 75-jährigen Aushilfschäfers ;-) Ich bin zuversichtlich, daß nun alle wieder beieinander sind und denke darüber nach, wie man wohl Aushilfsschäfer wird.

Herrlich war das! Wie schön, schwere Beine zu haben!