Rund ums Leitungswasser
Sonntag, 24. August 2008 11:31
Ich hatte es ja schon angedeutet: ich hatte etwas Schwierigkeiten mit den Installationsgewohnheiten der Engländer. Warum werden die Rohre nicht einfach wirklich in die Kanalisation eingeführt sondern hängen außen offen rum? Wohlgemerkt auch das Toilettenrohr…

Dann der Wasserdruck: wie genieße ich die Dusche hier, endlich kriege ich auch den Schaum wieder aus den Haaren, in einer angemessenen Zeit. Auch meine Augen haben sich erholt: Nach jeder Dusche sah ich aus, als hätte ich mit aufgerissenen Augen 1000 Meter gekrault - das Leitungswasser ist stark gechlort, das schmeckt man auch dem Kaffee an und macht das Kochen nicht angenehmer.
Auch ein schönes Thema: Mischbatterien:

Wenn man sich hier die Hände waschen will, kann man sich links die Hand verbrühen, während die andere unter kaltes Wasser gehalten wird. Natürlich könnte man auch jedes Mal das Becken volllaufen lassen, um die angemessene Wassertemperatur zu erhalten. Nicht daß es in Baumärkten keine Mischbatterien gäbe. Installiert habe ich sie nirgends gesehen. Doch: in der Küche, aber da gab es kein warmes Wasser…
Beim Thema Wasser fällt mir auch ein, was ich mit einem englanderfahrenen Freund gestern abend diskutiert habe (nein, uns hat es geschüttelt): woher kommt das Bedürfnis, in der Küche, im Bad und auf der Toilette Teppichboden zu verlegen? Wohlgemerkt auch auf Toiletten, die öffentlich frequentiert werden, z.B. in Pubs. Brrr!
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Nachtrag, 20:11
Dank des Kommentars von Katja ist in mir sehr deutlich die Erinnerung an die “Power Shower” aufgestiegen. Es ist tatsächlich ein Durchlauferhitzer, der -in unserem Fall- nahezu direkt im Wasserstrahl der Dusche hängt. Zuvor mußte man ihn aber anschalten: kräftig an einer Schnur ziehen, die wiederum zu einem an der Decke sitzenden Schalter führt. Wir hatten Glück, die Wassertemperatur ließ sich einigermaßen gut einstellen. Jedoch war Vorsicht geboten, wenn man das Wasser zum Shamponieren ausgeschalten hatte: zunächst hatte ich ja erwartet, daß nach erneutem Einschalten das Wasser kühl fließen würde, das Gegenteil war der Fall: um Verbrennungen zu vermeiden, mußte man nach dem Drücken des großen weißen Schalters am Durchlauferhitzer blitzschnell ans Ende der Badewanne hüpfen, sich an die Wand schmiegen und warten, bis das Wasser wieder die Temperatur von gerade eben hatte.
Aber aus Sicherheitsgründen gibt es keine Steckdose in diesem Badezimmer…
Thema: Diverses, England | Kommentare (7) | Autor: Susan





