Wishbone Sweater

Schon seit einigen Tagen ist der Wishbone Sweater fertig. Bisher war es zu warm, um ihn mal anzuziehen, aber heute war er der ideale Begleiter auf dem ersten Herbstspaziergang:

So ganz hat die enorme Umrechnerei nicht hingehauen, aber ich habe alles genau mitgeschrieben und beim nächsten Versuch werden dann vor allem die Ärmel schmaler und damit der Kragen oben nicht so hoch.

Aber er gefällt mir als warmer Begleiter durch kalte Winde…

Die Bunte im Band ist nun komplett versponnen, wenn ich auch nicht alles verbraucht habe: 785 Gramm sind’s geworden.

Das ist mein erstes Projekt ganz ohne Zusammennähen: ein großartiges Erlebnis :-) Und immer schön im Kreis herum machte das Ganze zu einem herrlich einfachen Projekt, das ich auf jeden Fall noch optimieren will beim nächsten Versuch.

Anleitung: Hurry-Up Last Minute Sweater (December)/Wishbone Sweater aus: Elizabeth Zimmermann, Knitter’s Almanac.

Wolle: Wolle-Mix “Bunte im Band” von Wollknoll, gestrickt mit Nadelstärke 3,5. Verbrauch: 785 Gramm.

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Bin ich Ihnen auf die Füße getreten?

Meine Damen: mäßigen Sie sich bitte. Das hier ist mein Blog, um mit einem bekannten Bild zu sprechen: ich lasse Sie hier in mein Wohnzimmer, also benehmen Sie sich bitte auch so! Hören Sie auf, mich und meinen Intellekt mit Totschlagargumenten wie dem horizontlosen Frosch zu beleidigen. Hören Sie auf, liebe Blog-Bekanntschaften zu beschimpfen und hören Sie auf, hier ein Ossi-Wessi-Gefecht auszutragen. Hören Sie auf, meine Besucher zu beleidigen. Wie öde. Ich hab’s geschrieben, beschimpfen Sie mich, aber bitte mit Esprit.

Ich werde mich weiterhin über gewisse Dinge aufregen und das auch äußern (weil: das hier ist mein Blog und so weiter) und ich bedanke mich für die Gelassenheit, die mir manche wünschen – allein: ich werde sie nicht bekommen. Aber ich denke: ich habe im Gegensatz zu Ihnen  niemanden persönlich angegriffen und wenn es Sie beruhigt: die erzählte Situation hat so nicht stattgefunden. Aber ähnlich. Ein erzähltes Beispiel von vielen. Es war nicht Frau X. gemeint und nicht Frau Z. – Was aber Ihre verbalen Angriffe anbelangt: sie sind tatsächlich passiert. Und ich finde es höchst befremdlich. Wie meine Eltern mich als Kind gefunden haben oder wie ich meine Eltern finde, geht Sie nichts an, sonst hätte ich es schon längst geschrieben. Ich danke der Kommentatorin, die begriffen hat, daß ich nicht der schlimmste Kinderhasser im gesamten Südwesten der Republik bin, sondern daß ich mich über Erwachsene mokiert habe. Das darf ich. Ich bin schon groß. Und wenn ich nur ein großer Frosch in einem Brunnen bin: vielleicht hat der Frosch Ozeanographie studiert und sämtliche sieben Weltmeere erforscht, schon mal daran gedacht, wer weiß das schon, wer sieht das dem Frosch an? Sie?

Wie kommen Sie eigentlich dazu, an meiner geistigen Gesundheit (oder gesellschaftlichen Kompatibilität) und der der Kommentatoren zu zweifeln? Warum benehmen Sie sich wie Kleinkinder, die sich mit Sand beschmeißen? Es erinnert mich stark an die Feinripp-Debatte. Warum gleich so grundsätzlich und so verletzend? In so einer Fäkal-Sprache? So belehrend? Ich darf mich hier äußern über Dinge oder Menschen, die mich nerven. Das macht aus mir noch kein gestreßtes Kinder- und Opa-hassendes Irgendwas. Sie müssen mir ja nicht zustimmen. Dürfen Sie aber natürlich gerne, aber nicht auf Kosten derer, die sich in einer anderen Lebenssituation befinden und mich deshalb vielleicht unmöglich finden. Das dürfen die nämlich auch. Sonst hätte ich es nicht geschrieben. Polemik, Sarkasmus und Ironie setzen einen bestimmten Rahmen voraus, sonst funktionieren sie nicht – soll ich mich demnächst mal über den intellektuellen Horizont sogenannter Strickblogs äußern? Funktioniert hier nichts außer Socken zeigen? Also: mäßigen Sie sich, dann kann ich auch wieder zum Duzen übergehen.

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Liebe Mütter aus Gutmenschhausen!

(Väter habe ich heute keinen nur einen gesehen und der hat nichts gesagt, nichts getan, insgesamt wirkte er apathisch, als hätte er mit seinem Leben als Erziehungsberichtigter schon abgeschlossen.)

Ich weiß, es sind Sommerferien – die Schule hat zu, die Krippe hat zu, der Kindergarten hat zu, vermutlich fallen auch die wöchentlichen Musikstunden aus, der Sportverein macht auch nichts und die Gruppe Kreativ-durch-das-richtige-Atmen-ab-Zwei-Jahren macht vermutlich auch Sommerpause. Sie alle haben ihren Urlaub verdient, denn sie müssen sich erholen von euch, die ihr jetzt ziel- und planlos durch Gutmenschhausen schlendert mit Torben-Henrik und Madita-Melissa im Schlepptau. Aber: es ist keine gelungene Ferienunternehmung, wenn ihr alle in den Supermarkt geht und mal den Nachwuchs den Einkauf machen lasst – jedes Kind braucht natürlich seinen eigenen kleinen Einkaufswagen oder einen dieser Körbe auf Rollen, egal, ob Torben-Henrik schon aufrecht laufen kann oder nicht. Es macht auch keinen Sinn Madita-Melissa die 2-Liter-Milchtüte auf das Band wuchten zu lassen, sie wird es nämlich nicht schaffen: erstens ist die Milch zu schwer, zweitens ist der süße Fratz viel zu klein und kommt nicht hoch. Das kann man sie natürlich fünf Mal probieren lassen, egal, ob es schon längst hätte weitergehen können oder nicht.  Wenn dann die Milchtüte runterfällt und Madita-Melissa anfängt zu kreischen, wäre Zeit einzuschreiten, aber nein, ihr schaut zu, denn das gehört zum Ferienprogramm. Ich schwöre euch: das nächste Mal greife ich ein: erstens werde ich mich ohne Hemmungen vordrängeln und zweitens dem Kind die Milch aus der Hand nehmen und zahlen, dann könnt ihr nochmal zum Kühlregal schlendern und der Nachmittag ist gerettet. Und wenn ich jetzt gerade so schön in Fahrt bin: es ist kein gelungenes Ferienprogramm, wenn ihr mit einer Mütterfreundin gemeinsam nebeneinander durch malerische Gassen schlendert, jede von euch mit so einem Fahrradanhänger schiebend, in dem je ein gelangweilter 5-Jähriger sitzt. Die Dinger heißen Fahrradanhänger! Und 5-Jährige sollten laufen können, falls sie nicht ein körperliches Gebrechen haben, das ich aber nie bei einem eurer Sprösslinge entdecke. Also blockiert nicht weiter aus lauter was-auch-immer die Gehwege, ich habe nämlich auch ein Recht, sie zu benutzen.

Und jetzt dürft ihr mich steinigen…

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war ja klar…

…daß mir vor kurz vor Schluß die Wolle ausgeht – wie immer… Also spinne ich heute etwas Nachschub und dann geht’s weiter.

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Oben bleiben!

Ein Sonntagsspaziergang der etwas anderen Art: Abschiednehmen vom Bahnhof…

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Zufall

Plan war, endlich die bunten Winzknäuel zu verspinnen, die ich ganz am Anfang meiner Spinnerkarriere bestellt hatte. Da mir ein paar Farbtöne fehlten (die wurden damals mit der Handspindel zu Übungszwecken verwurstet…), beschloss ich, alles wild durcheinander zu verspinnen, immer in ca. 12 Gramm-Portionen. Sodann stellte sich die Frage, was stricke ich daraus – ich wollte keine kleine Sachen, sondern einen Pullover. Der müßte dann aber in Runden gehen wegen der Farbstreifen, auf keinen Fall von oben zu stricken (damit stehe ich ja nach wie vor auf Kriegsfuß). Stundenlang habe ich geschmökert, in Ravelry recherchiert und kam dann aber auf Elizabeth Zimmermann. Und so wird es nun der Wishbone Sweater, das Dezember-Projekt aus Knitter’s Almanac, auch wenn EZ schreibt, daß es bei ihr mit dünnerer Wolle nicht hinhaut.

Ich habe eine Maschenprobe gemacht (eine reelle, große, aussagekräftige!) und dann Frau Zimmermanns Angaben in einer Excel-Tabelle umgerechnet. Zumindest der Body haut hin, aber schwierig wird’s wahrscheinlich eh oben bei den Abnahmen – man darf gespannt warten. Daß ich den Pullover just an Frau Zimmermanns 100. Geburtstag begonnen habe, war übrigens auch Zufall!

Das Foto ist zwar unscharf, aber die Farben kommen nur ohne Blitz rüber…

Und weil wir gerade bei Elizabeth Zimmermann sind: in den Kommentaren wurde gefragt, obe es den Tomten auch übersetzt gibt: meines Wissens nicht, aber vielleicht weiß die verehrte Leserschaft mehr?

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Wir spinnen wieder

Betonung liegt auf “wir”!

Sabine hat mich neulich auf unserem netten Treffen gefragt, wie’s denn meinem Spinnrad geht und ihre Regenbogen-Wolle hat mir Lust gemacht, endlich mal meine uralt-Vorräte an Wollknoll-Bunter anzuspinnen. Kunterbunt wird’s. Falls ich voran komme so mit einem Kopf auf der Hand ;-)

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Zum Ausgleich…

…zum sehr anstrengenden Arbeitsaufenthalt in Wien und zum Abschluß unserer gemeinsamen Ferien sind wir heute wandern gewesen. Start und Ende war Zwiefalten.

Immer an der Aach entlang, die äußerst sauber und entzückend aussieht und in der sich tatsächlich Bachforellen tummeln.

Vorbei an der Wimsener Höhle, Richtung Gauingen hinauf. Vorbei an einer schwäbischen Heide:

…und Feldern kurz vor der Ernte:

Oben auf der Höhe eine gepflegte Vesperpause und über den Gauberg wieder runter nach Zwiefalten. Eine extrem schöne Route. Sieht man von den Horden an der Höhle ab, waren wir auch fast alleine unterwegs. Wer das ganze mal nachwandern möchte: hier kann man eine gute Wanderbeschreibung runterladen. Ich esse jetzt noch die übrig gebliebenen verschwitzten Vesperbrote…

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es regnet in Wien

Und zwar nicht zu knapp…. Wie gut, daß ich eh nur am frühen Morgen eine Stunde Zeit habe, um wenigstens ein bißchen von der Stadt zu sehen, bevor es dann in den Konferenzraum geht – aber zum Nasswerden reicht’s.

Morgen dann wieder heim.

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dahoggeddiadiadaimmerhogged*

Eine Ode auf den alten Küchenhocker meiner Oma, frisch gerettet aus Opas Keller!

Dieser Hocker spielte eine wichtige Rolle beim Saft machen, wovon auch Brandflecken an der Unterseite der Sitzfläche zeugen. Bei meinem nächsten Saftmachen wird er wieder in Dienst genommen. Das großartigste an diesem Hocker ist aber der Stauraum. Ich habe zwar noch keine Ahnung, was ich hinein tun werde (früher war Schuhputzzeug drin), aber ich finde es toll.

Und dieser Hocker kann Farbe vertragen:

Squares mal ohne viele Löcher, ich finde feste Maschen einfach die schönsten.

Wolle: Mille Fili von Wolle Rödel, 100% Baumwolle, 225 Gramm, Nadelstärke 3,5.

*Übersetzung für die Nicht-Schwäbischen Leser: Da sitzen die, die da immer sitzen

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