Stoffe, Blümchen, Frosting…

Es sind ein paar unbeantwortete Fragen aufgelaufen :-)

Linda fragte nach dem Frosting auf den Zitronenküchlein: es ist eigentlich nur zerlassene Butter mit einer Unmenge an Puderzucker. Hier habe ich noch ein bißchen Zitronensaft reingetan, damit es geschmacklich passt und einen die Süße nicht gleich umhaut und noch einen Schuß Milch, weils nicht so geschmeidig war, wie ich dachte.

Antje fragte nach der Herkunft des Stoffes : den hab ich im örtlichen Einzelhandel erstanden.

Und ich fragte nach dem Namen der blauen Blumen, die zugebenermaßen nicht so gut erkennbar waren. Ingrid tippte auf Ehrenpreis. Ich denke nach der Konsultation des neuen Tier- und Blumenbestimmungsbuch, daß sie dazu zu hoch und zu groß waren. Hier nochmal ein Foto, auf dem man hoffentlich mehr erkennen kann, auch die Blätter. Kommen wir damit auf den Namen? Danke für’s Grübeln!

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Und bald gibt es auch wieder was strickiges zu sehen 😉

Wer die Wahl hat…

…hat Qualen und nun frei! Wenigstens teilweise. War auch notwendig nach dem Wahlwochenende, an dem ich leider beruflich sehr beteiligt war, wobei der eigentliche Horror am Montag stattfand. Dem Glauben an die Demokratie tut es nicht unbedingt gut, zu sehr Einblick ins Geschehen zu bekommen… Streßabbau war am Montagabend angesagt in Form von einem Aufenthalt im wunderbaren Thermalbad, eine Art neue Tradition bei uns, purer Luxus, Balsam für Körper und Seele. Am Mittwoch hatte ich mal wieder das zweifelhafte Vergnügen, mit der Bahn über’s Land zu einem Lehrauftrag zu fahren. Hinfahrt klappte problemlos, bei der Rückfahrt ging die Lok kaputt, tuckerte im Schneckentempo durch’s Ländle, um mich dann eine Station vor meinem Bestimmungsort mit Totalschaden zu entlassen – sie macht es einem nicht einfach, die Bahn… Heute war extrem-Relaxen angesagt, das Wetter machte es einem leicht. Als es dann besser wurde, starteten wir spontan einen klitzekleinen Wanderausflug auf die Alb. Mit frisch gebackenem Marmorkuchen, einer Thermoskanne Kaffee ging es nach St. Johann über den Fohlenhof (hier ein bißchen scrollen) auf den Rutschenfelsen, wo wir in der Sonne Kaffeepause machten. Auf dem Weg dorthin gab es natürlich Pferde zu sehen:

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Und wenn man den Tierflüsterer bei sich hat, dann kommen sie auch nach einem kurzen Lockruf näher:

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Und wenn der Liebste für die Pferde auch noch Löwenzahn pflückt, dann kommen sie noch näher:

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Und an farbenprächtigen Wiesen vorbei, dank des neuen Tier- und Blumenbestimmungsbuch nehme ich stark an, daß es sich bei den gelben Blumen um Wundklee handelt – die blauen: keine Ahnung, weiß jemand mehr?

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Und auch gefunden: Walderdbeeren! Köstlich haben sie geschmeckt! Erinnern mich ímmer an „Bullerbü“ und an meine Kindheit.

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Und wenn man einen Weg läuft, den man so oft mit der besten Wanderfreundin gelaufen ist, dann bleibt es nicht aus, daß man mit großem Bedauern darüber nachdenkt, daß sie sich nicht mehr meldet, den Kontakt abgebrochen hat. Verlassen werden ohne Erklärung, ohne ersichtlichen Grund hat einen noch bitteren Nachgeschmack als mit „Erklärung“. Dieser Weg ist so mit Erinnerungen gepflastert, es blieb eine gewisse Melancholie nicht aus. Umso glücklicher bin ich, daß ich mit dem Liebsten jemanden an der Seite habe, mit dem ich auch diese Gedanken und auch diesen Teil der Welt teilen kann und das nun seit zwanzig Wochen – für einige vielleicht eine lächerlich kurze Zeit, für mich ein Goldenes Zeitalter in der Gegenwart.

Heppa!

Oder: geplatzter Knoten/Verlust der Nervosität an der Nähmaschine oder so ähnlich…

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Dieses Bild vorweg, weil es das einzige ungeblitzte ist und somit die Farbe am ehesten wiedergibt, auch wenn die Kamera mit Rot einfach nicht so kann. Diesen Stoff habe ich vor ein paar Tagen gesehen und gleich gekauft. Inbegriff des Sommers, tolles Rot, tolles Orange – das hat mir gefallen. Daraus sollte ein Rock werden, wieder der ganz einfache Schnitt, wieder mit Gummizug. Daß ich beim Zuschneiden einen Fehler gemacht habe und statt zwei Teilen nun vier in den Händen hielt: sei’s drum, ich blieb entspannt.

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Auch daß auf einmal Zipfel da waren, wo auf dem Schnitt keine Zipfel zu sehen sind: egal – die Zipfel wurden wegimprovisiert. Daß ich auf dem schlechten Foto auch noch orangene Socken trage: pfeif drauf – es ist kühl heute.

Es blieb Stoff übrig. Ich bat meine Mutter, mir den Schnitt mitzubringen, aus dem sie mir vor einigen Jahren einige Tops genäht hatte. Und machte mich äußerst entspannt daran, zum ersten Mal was zuzuschneiden, das nicht rechteckig ist:

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Sondern einen Ausschnitt hat! Und sogar kleine Schlitze an der Seite (Schlitze! – ich!):

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Und was noch viel sensationeller ist: es passt!

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Marke Kittelchen/Hängerchen, saubequem, luftig und doch angezogen und ich bin stolz wie Bolle!

Mal wieder „Lebensgefahr“

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Ich habe schon ein-, zweimal über meine Ausflüge zum ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen berichtet, hier ist Folge 3: der Pfingstausflug. Eigentlich wollten wir die Fahrräder mitnehmen, aber heute morgen stellte sich doch heraus, daß die beiden Räder nicht in das große Auto des Liebsten passen. Also umdenken auf eine Wanderung, kurz alles umgepackt auf die Rucksäcke und dann ab über die Alb. Wir stellten das Auto am Parkplatz ab, obwohl man heute ausnahmsweise bis nach Gruorn fahren konnte wegen des Pfingsttreffens. Hat mich ein wenig aufgeregt: entweder man ist UNESCO Biosphärengebiet oder man ist es eben nicht. Und: hallo Besucher: ca. 80% von euch hätte es extrem gut getan, den kurzen Weg zu Fuß zu gehen! Wir haben eine schöne lange Wanderung gemacht, zunächst war es sehr kalt und wolkig, später wurde es so sonnig, daß ich jetzt einen Sonnenbrand im Gesicht habe 😉

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ca. 15km vorbei an idyllischen Streuobstwiesen

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…und wilden Lupinen.

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Farbwunder mit Wildem Thymian und einer Raupe, die sich nicht näher vorgestellt hat.

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Und natürlich: Schäfle!

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Und ein gesprächiger Schäfer dazu mit kleinem Herdendrama: zwei Mutterschafe waren gestern weggelaufen um zu lammen und standen nun fernab der Herde am Waldesrand, alles angeblich Schuld des 75-jährigen Aushilfschäfers 😉 Ich bin zuversichtlich, daß nun alle wieder beieinander sind und denke darüber nach, wie man wohl Aushilfsschäfer wird.

Herrlich war das! Wie schön, schwere Beine zu haben!

Aus dem Nachlass…

…meiner Oma stammt der Stoff. Ich habe ihn schon lange und mochte ihn immer sehr. Irgendwann mal sollte daraus ein Rock werden. Nicht bedacht habe ich, daß das glitschige Material nicht unbedingt für einen Erstling geeignet ist, weder einfach zuzuschneiden noch zu nähen. Und knittern tut der Stoff auch wie verrückt. Aber schön ist er.

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Und so machte ich mich am Dienstag spontan daran, einen Rock zu nähen. Das Schnittmuster habe ich aus einer uralt Burda Easy Fashion, allerdings ist eigentlich nichts mehr so wie in der Anleitung: natürlich kein Reißverschluß (nicht wegen des Reißverschluß‘ selbst, aber bei dem glitschigen Stoff: keine Chance!), dafür einen gepflegten Gummizug. Kürzer als das Original und hüftig. Natürlich ist das noch kein Gesellenstück und meine Oma rotiert wahrscheinlich gerade in ihrem Grab (denn sie konnte richtig gut nähen), aber: der Rock passt, die Nähte sind einigermaßen gerade und halten.

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Tragen kann ich nur an einem sehr warmen Tag, allerdings darf ich dann nicht gegen die Sonne stehen, sonst gibt es so ein Lady-Di-Gedächtnisfoto 😉

Auch fertig geworden ist das X-te Paar Little Child Socks:

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Anleitung: Little Child’s Socks in Knitting Vintage Socks von Nancy Bush. Wolle: Zitron Trekking XXL, Farbe 1400, Verbrauch: 77 Gramm, Nadelstärke 2,5.

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Mir war heute nach Feierabend so nach Zitronenkuchen…

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Mir war aber auch so Fairy Cake , ich bin ein großer Fan von diesen kleinen feinen, süßen und irgendwie Chichi-artigen Küchlein, kaufe sie oft in England. Oder bewundere sie nur mit einem leise gerufenen „ooohhh“. Irgendein Rezept für Rührkuchen, mit dem ich schon lange Zitronenkuchen mache und das „Frosting“ habe ich aus zwei Büchern zusammengerührt. Heutige Stimmung: Silberstreusel.

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Und was mache ich jetzt mit den restlichen zwölf Stück?

Heimat-Urlaub

Nach dem ersten Arbeitstag (Örks!) ist es nur richtig, noch kurz vom Kurzurlaub zu berichten, den wir mit schönen Ausflügen im Ländle gut rumbrachten. Viel Neues gesehen im badischen Teil des Landes und tatsächlich: in Mannheim reden die da genauso wie im Film, nur daß ich es da als Klischee abgetan habe 😉 Zunächst ein Besuch im Landesmuseum für Technik und Arbeit und dann ab zur ehemaligen Sternwarte.

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Ich finde Mannheim hässlich, schön war aber, daß ich eine zufällig eine Tasche gefunden habe, die mir schon lange gefällt, immer zu teuer war, nun sensationell reduziert, Bild dazu später 😉

Danach nach Schwetzingen in den Schloßgarten: sehr schön! Ich liebe schöne Gartenanlagen, auch wenn es nicht so aussieht:

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Ein schöner Ort zum Abschalten, zum Abtauchen in alten Zeiten, z.B. die Moschee:

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Ein langgehegter Wunsch war von mir, auch mal wieder Krauchenwies zu sehen, ein Ort, mit dem ich viele Kindheitserinnerungen verbinde. Wer ein paar Euro übrig hat: das Schloß steht immer noch zum Verkauf… Ich würde es ja nehmen, allein: es fehlt das Geld.

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An anderen Tagen einfach nur mit Fahrrad unterwegs gewesen, die Sonne, den Wind und ein Radler genossen und die neue Tasche ausgeführt, die doch passenderweise „Heimat“ heißt und ganz viel Karo und verstecktes Chichi hat 😉

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Und dann noch ganz was neues: einen Motorradhelm gekauft, damit der Beinahe-Erstkontakt zwischen Liebsten und Eltern auch gleich richtig standesgemäß abläuft (meiner Mama gefällt der Helm 😉 , mir sowieso – als Gegenpol zum Chichi :-) ):

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(verflixt und zu-)genäht!

Die Urlaubswoche habe ich auch zum Nähen genutzt. Es gab Gelegenheit, sich an „Männersachen“ zu üben: das Navi des Liebsten brauchte ein gepolstertes Säckchen. Da ich Genie vergessen hatte, das Teil auszumessen, entstanden drei verschiedene, mit dickem Vlies gepolsterte Säckchen.

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Der einzige einigermaßen männertaugliche Stoff war der alte Bettbezug.

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Eines war letztendlich von der Größe her richtig, die anderen kann man z.B. als Beutel für Objektive verwenden. Schön einfach, das kann ich.

Gestern dann Frust auf der ganzen Linie: Wendebeutel standen auf dem Plan, einen will ich meiner Mutter schenken, die anderen sollten in die Geschenkekiste. Alles Laura Ashley-Stoffe, alle Beutel mit weißem Futter, wirklich zum Wenden.

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Um ehrlich zu sein: der erste (der ganz gepunktete) ist der einzige ohne Fehler, bei den anderen hat sich jeweils eine Falte eingeschlichen, von mir schwer bekämpft, allerdings wurde ich geschlagen.

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Immerhin habe ich mal meine Nähmaschine ausgetestet: ach: das gibt’s auch andere Stiche?

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Irgendwie komme ich beim Nähen nicht weiter… Da werfen mich so ein paar Beutel zurück – ich werde wohl oder übel mal einen Kurs machen müssen oder mich mehr entspannen an der Maschine 😉