Cable Rib Socks

Vor einer Woche begonnen, nun schon fertig: die Cable Rib Socks aus Wollmeise Rhabarber.

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Sehr schönes Muster, leicht zu stricken und doch abwechslungsreich durch die kleinen Verzopfungen.

Und natürlich schöne Farbe :-)

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Anleitung: Cable Rib Socks von Erica Alexander in Interweave Knits Spring 2005. Wolle: Wollmeise Rhabarber. Nadelstärke 2,25 mm, Verbrauch: 101 Gramm.

Aber ich habe nicht nur an den Socken gestrickt diese Woche, sondern Heimat-Urlaub gemacht und viel gesehen und erlebt. Davon morgen mehr, der laue Abend schreit nach einem Biergarten-Besuch…

Tierisches

Irgendwie stand dieses Wochenende unter dem Motto „was alles mit Tieren zu tun haben kann“. Erweckte das gestrige Foto nämlich fälschlicherweise den Eindruck, ich hätte zu Hause eine Samtpfote – weit gefehlt: es ist eine Killermaschine: heute hat sie mir innerhalb einer Stunde zwei Amselkinder heimgeschleppt (insgesamt waren das dann diese Woche drei Vogelleichen), das erste hat leider auch noch gelebt und gelitten und entsetzlich gefiept, während draußen in der Hecke, wo ich das unglücklich plazierte Nest vermute, ein Vogelgetöse ausbrach. Manchmal ist mir das Katzenvieh sehr fremd – und ja, ich weiß, daß es ein Raubtier ist. Aber da ist sie meist monatelang das sanfteste Wesen und dann so eine Eruption an Instinkten… Was hätte sie wohl für ein Massaker an diesem kleinen Tümpel veranstaltet, an dem wir heute im Laufe einer geführten Wanderung durch den Schönbuch vorbeikamen. Das sind kleine Gelbbauchunken, die da eine kleine Poolparty feierten.

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Die gab es da in allen Stadien, nur die Ausgewachsenen waren so gescheit, sich nicht zu zeigen. Ziel der Wanderung war die Königliche Jagdhütte, zu der unsere drei Führerinnen glücklicherweise auch den Schlüssel hatten, so daß wir einen Blick hineinwerfen konnten.

Kommen wir zu den gestrigen „Tieren“: begonnen hat der Tag sehr früh in Riedlingen, wo wir ausgiebig über den tollen Flohmarkt bummelten. Da wir schon so früh dort waren (sechs Uhr…), sind wir danach noch nach Sindelfingen gefahren um, ihr ahnt es bereits, über den Handwerkermarkt zu bummeln. Natürlich bin ich zum Stand der Wollmeise. Ich hatte nicht mit diesen Mengen an Frauen gerechnet, die in Körben wühlen, Männer, die am Rande standen, teilweise die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben, teilweise mit ausgestreckten Armen, auf denen die Stränge abgelegt wurden… Zufälligerweise war Andrea auch gerade am Stand, ich vermute aber, zu diesem Zeitpunkt schon fertig mit dem Einkauf 😉 Beim ersten Kontakt habe ich nichts gekauft. Als wir aber um die Ecke gebogen waren, meinte der Liebste, ich solle mir doch was kaufen, hinterher würde ich mich bestimmt ärgern. Also wieder hin, erste Ausbeute und die Nachfrage, ob denn auch Campari Orange noch auf Lager sei… Nö, kein Campari. Also weiter auf den Markt. Auf dem Rückweg fing mich dann netterweise Iris ab mit einem Strang Camapri Orange, der mittlerweile wieder eingetroffen war. Also kam der auch noch mit… Hier die Ausbeute:

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Im Uhrzeigersinn von oben links: Indisch Rot, Blaue Tinte, Campari Orange und Rhabarber. Letzterer hat es mir ja besonders angetan und so dachte ich schon auf der Heimfahrt darüber nach, welches Sockenmuster dafür wohl in Frage kommt. Die Antwort kam mir ziemlich schnell, denn neben meinen Little Child’s Socks sind die Cable Rib Socks, die ich von Sabine zum Nikolaus-Swap bekommen habe, meine Lieblingssocken (und die sind ja auch aus Wollmeise gestrickt). Und so habe ich schnell gewickelt und angeschlagen.

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Und wie’s drinnen aussieht…

…geht keinen was an 😉

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Weil heute Nachmittag der Urlaub begann und es regnete, weil es morgen auf den Markt geht und ich einfach mal wieder „ratzfatz“ was nähen wollte: Die Ratzfatz-Tasche (kostenlose Anleitung von Farbenmix). Obwohl ich gesehen hatte, wie weitaus bessere Näherinnen damit Schwieirigkeiten hatten, obwohl ich geahnt hatte, daß ich beim Zuschneiden einen Fehler gemacht habe: ich habe wie immer dumpf weitergenäht – ratzfatz ist anders… Um meine Zuschneidefehler auszubügeln mußte innen auch noch angesetzt werden. Weil ich die Anleitung nicht richtig verstanden habe, mußte ich den Abschluß oben anders machen und deshalb mußte noch ein Band ran und eine verunglückte Zickzack-Kante. Der Nachmittag ging dafür drauf.

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Aber nun ist sie fertig und es passen auch A4-formatige Zeitschriften rein, die ich mir im Ich-habe-jetzt-frei-und-mache-ganz-tolle-Sachen-Überschwang gekauft habe, um daheim zu merken, daß die Anleitung für das Kleid, das mich überhaupt erst zum Kauf verleitet hat, gar nicht im Heft ist, sondern extra bestellt und bezahlt werden muß – so nicht, Freunde!

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Vor nahezu exakt zwei Jahren wurde der Foxglove fertig. Manch einer erinnert vielleicht noch das Häkel-Drama, das ich daraus gemacht habe. Das fertige Jäckchen habe ich dann exakt zweimal getragen… Diese Häkelei passte irgendwie nicht zu mir. Seit Wochen nun schleiche ich um den geschmähten Foxglove herum und gestern habe ich mir ein Herz und eine Schere gefasst und bin den Häkelgedöns zu Leibe gerückt mit dem Ergebnis, daß außer dem gehäkelten Gürtel gar nichts Gehäkeltes an dem Ding ist und ich nun eine schlichte Wickeljacke habe. Die ist mir zwar leider mittlerweile zu groß, kann man aber durch das Wickeln kaschieren. Und das hier ist schon entsorgt, was aber nichts an meiner Dankbarkeit von damals ändert!

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Strick-Content

Doch es wurde auch gestrickt diese Woche, die so voll Arbeit und anderem Kram war, daß der Erholungsfaktor einer Woche Urlaub völlig dahin ist. Aber zurück zum Stricken: Ravenscar. Die Wolle habe ich mir aus London mitgebracht, die Farbe ist nicht die aus dem Rowan Magazin sondern einen Ton dunkler und nennt sich treffenderweise „Cement“. Rückenteil und ein halbes Vorderteil habe ich geschafft.

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Und ich habe kein bißchen schlechtes Gewissen Botticelli gegenüber sondern finde es toll, daß es auch schnell und einfach vorwärts gehen kann 😉

London-Bericht

Eine ganze Woche waren wir in London unterwegs und ich habe jede Sekunde genossen. Einmal weil ich mal wieder in meiner Lieblingsstadt sein durfte und dann weil ich dieses Mal alles mit dem Liebsten erleben durfte, was wundervoll war. Sieben Tage ununterbrochen zusammen, keine schnöde Arbeit, kein Streß, nur gemeinsam schauen, staunen, genießen, gehen. Ach, was war es schön! Und weil es so lange war und so viele Bilder sind, wieder einmal ein „Tagesbericht“.

1. Tag, Samstag

Wirklich früh aufgestanden (halb vier), bequem zum Flughafen gefahren worden und nach einem angenehmen Flug mit guter Sicht in Standsted gelandet. Gleich sämtliche Tickets besorgt und problemlos in die City gefahren. Beim Anblick unseres Hotels in Paddington (wo ich wirklich gerne wohne) hätten wir zwar am liebsten geweint, stellten aber dennoch unsere Koffer unter und machten einen ausgiebigen Spaziergang.

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Einmal durch einen Teil des Hyde Parks und Kensington Gardens. Vorbei am Albert Memorial und der Orangerie. Und auch an der Elfin Oak

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Das Gitter außen ist so dicht, daß man kaum durchsehen kann. Man muß ganz nah ran, um die Gestalten richtig zu sehen:

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Ein kleiner Marsch durch die Marylebone Highstreet gab dem Liebsten einen kleinen Vorgeschmack auf das, was ihn mit mir durchaus auch erwartete: spitze Schreie (*kreisch*) angesicht des Cath Kidstons Ladens. Nicht wissend, was genau da verkauft wird, kam er mit, aber nur ganz kurz, um sich dann draußen vor dem Laden den anderen wartenden Männern anzuschließen 😉 Eine kleine Dose mit Stecknadeln mußte mit. Kompensiert wurde dieser Kulturschock mit einem ersten Pint.

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Wir waren wirklich müde und erledigt, so daß wir tatsächlich nach dem Abendessen ins Hotel gingen und im schmuddeligen Hotel schon um sieben den Schlaf der Gerechten und Frühaufsteher schliefen.

2. Tag, Sonntag

Ausgeschlafen und dennoch früh aufgestanden, das sollte jetzt das Motto der Woche werden: schon um acht ging es los mit einem ausgiebigen Spaziergang durch den Hyde Park bei bestem Wetter. Los ging es an Marble Arch.

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Über Wellington Arch :

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Am Buckingham Palast und Victoria Memorial vorbei.

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Wo wir sahen, was London an diesem Tag bewegte bzw. zum Stillstand brachte: der London Marathon.

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Wir besuchten die Apsley Fair und setzten dann den Marsch am anderen Ende von London fort. Von St. Paul über die Millenium Bridge an Tate Modern vorbei (wo ich meinen Vorrat an Kugelschreibern aufstockte – ich kann nur mit den Tate-Kugelschreibern richtig gut schreiben, sie sind nicht zu dünn, zu dick – einen Tick darf man haben) Richtung Southwark.

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Wo leider Borough Market geschlossen war (natürlich am Sonntag), die Läden dennoch sehenswert waren.

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Absoult sehenswert ist ja meiner Meinung nach das Old Operating Theatre Museum.

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Weitergelaufen zur Tower Bridge

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Und überquert:

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Nach einem Besuch im Museum of London noch an meinem Lieblingsgebäude vorbei.

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und endlich auch mal in Ruhe einen Kaffee getrunken 😉

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Auf dem Weg ins Hotel festgestellt, daß sich auch in Paddington was tut in Richtung zauberhafte Läden und Cafés.

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3. Tag, Montag

Ist der Tag, an dem ich keine Fotos gemacht habe, denn es war Museums- und Shoppingtag. Zunächst gingen wir ins Science Museum.

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Danach ging es kurz ins Victoria & Albert Museum. Nach einem ersten Abstecher nach Nottinghill, wo leider die meisten Antiquitäten Läden in der Portobello Road geschlossen waren und der Liebste ein wenig enttäuscht war, war ein Päuschen im Hotel angesagt. Frisch gestärkt ging es dann noch zu Liberty und John Lewis, Wolle kaufen und angucken.

4. Tag, Dienstag

Begann mit einem sehr frühen Spaziergang in Southwark – so früh daß die meisten Läden im Borough Market noch geschlossen waren. Und an der Golden Hinde stand außer uns noch niemand.

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Aber die Southwark Cathedral war offen. Und davor luden ein paar sonnige Plätze ein, den Kaffee dort zu trinken.

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Danach gingen wir zu Fuß zum Tower, den ich ja noch nie von innen angeschaut hatte. Das holten wir nach. Doch zuerst an der City Hall vorbei.

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Und über die Brücke.

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Um dann tatsächlich die gestutzten Raben zu sehen.

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Mit dem Boot sind wir danach nach Westminster gefahren, wovon es nun ein Suchbild mit mir gibt 😉

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Danach gab’s noch eine Teevorrataufstockung bei Twinings, auch für die Daheimgebliebenen.

5. Tag, Mittwoch

Der Wasserweg führte uns früh nach Greenwich, ich liebe es ja, mit dem Boot zu fahren. Los ging’s am Tower, wie man sieht bei bestem Wetter.

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Mit dem Katamaran geht es sehr schnell und mit der Travelcard kriegt man noch ordentlich Rabatt auf das Ticket.

In Greenwich war noch erfreulich wenig los und so war es ein Genuß vorbei am Royal Naval College zum Royal Observatory zu schlendern.

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Ich hatte ja dieses Mal das Glück, einen wahren Experten in Sachen Astronomie und Navigation aller Art an meiner Seite zu haben, so daß ich etwas mehr verstanden habe als das erste Mal.

Der Blick von oben war einfach grandios:

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Wir haben uns wirklich alles auf dem Hügel angesehen: das Observatorium mit dem Zeitball.

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Die Ausstellungen und das Planetarium.

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Auf dem Weg durch den Park zurück Richtung Ufer entdeckte der Liebste seine Leidenschaft für die Eichhörnchen, die ja gar keine sind sondern zugereiste Grauhörnchen. Die Viecher sind ja schrecklich zutraulich 😉

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Ein Besuch des National Maritime Museums rundete den Greenwich Rundgang ab.

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So kehrten wir ziemlich erschlagen mit dem Boot in die City zurück, wo wir nur noch einen kurzen Spaziergang machten, um dann im Lieblingspub den Tag ausklingen zu lassen.

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6. Tag, Donnerstag

Erneut fuhren wir mit dem Boot nach Greenwich, weil der Greenwich Market eben am Donnerstag und Freitag zum Antiquitäten-Markt mutiert. Ein schöner Markt, ich hätte beinahe Unmengen an altem Leinen gekauft, habe aber angesichts des Gewichts einen Rückzieher gemacht.

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Und weil es so schön war, ging es noch mal in den Park, die Squirrels besuchen :-)

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Zurück in der City fuhren wir zum Geffrye Museum, das mich immer wieder auf’s neue begeistert. Und dessen Garten in voller Blüte war.

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Vor einiger Zeit hatte ich mal während eines London Walks die Gelegenheit, kurz ins Hunterian Museum zu blicken und etwas über John Hunter und die Geschichte des Museum zu erfahren und wollte mir das mal in Ruhe ansehen, was wir dann auch gemacht haben. Man muß sich schon für Medizingeschichte interessieren und einen schwachen Magen darf man auch nicht haben, ich fand’s hochinteressant und das Abendessen hat auch noch geschmeckt: traditionelles englisches Essen, ein daily roast und sogar Yorkshire Pudding habe ich endlich mal gegessen und oute mich hiermit als kleiner Fan.

7. Tag, Freitag

Begann mit einem Kaffee „to go“ auf dem sonnigen Trafalgar Square, wo wir darauf warteten, daß die National Gallery ihre Tore öffnete, wo es uns besonders Die Gesandten von Hans Holbein dem Jüngeren angetan hatte.

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Der Rest des Tages war für Shopping vorgemerkt: etwas Süßes von Fortnum & Mason für Katzenhüter und Fahrer, noch mal kurz zu Liberty rein, allerdings nichts gekauft. Und zu guter Letzt nochmals nach Notting Hill, wo mittlerweile auf der Portobello Road der Antiquitäten-Fälscher-Nepp-Markt seinen Höhepunkt schon überschritten hatte, so daß wir in Ruhe stöbern konnten.

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Und dann war da noch natürlich das letzte Pint, um den perfekten Verlauf des Urlaubs zu feiern.

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back home – Back Scones

Ganz realisiert habe ich es noch nicht, aber ich bin wieder daheim – nach einer wundervollen Woche London, die wie im Fluge verging.

Die vielen Bilder muß ich noch sichten, ausführlicher Bericht kommt morgen. Bis dahin schwelge ich in Erinnerungen und in meinen Mitbringseln, von denen das erste Knäuel schon in Arbeit ist für Ravenscar 😉

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Neben Wolle viel zu essen und zu trinken und viel Papier, das den Transport unbeschadet überstanden hat.

Und weil ich heute so gar keine Lust mehr hatte, einkaufen zu gehen, habe ich zum Abendessen Scones gebacken, nach einem Barcomi-Rezept, jedoch abgewandelt: die Hälfte sind Käse-Scones mit Camembert – ich mußte mit dem vorlieb nehmen, was der Kühlschrank hergab 😉

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Schwur gebrochen

Nichts wird es mit Botticelli und mir in London. Ich fliege morgen früh und Botticelli bleibt hier und setzt weiter Staub an. Schwamm drüber, wäre eh zu warm gewesen…

Dafür kommt ein angefangener Little-Child-Sock (Anleitung von Nancy Bush) mit und ein mittellanger Einkaufszettel für neue Projekte 😉

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Hach, was bin ich aufgeregt, ich freu mich so auf diese Woche nach all der Arbeit! Und dann noch der erste Urlaub mit dem Liebsten! Klitzekleiner Gruselfaktor: wie das wohl ist: zwei professionelle Einzelgänger so eine ganze Woche zusammen in der großen Stadt? Ich denke: es wird wunderbar!

Also: ich wünsche euch eine schöne Woche und werde euch dann wieder mit furchtbar vielen Bildern versorgen 😉

Was für Mutter Beimer…

…die Spiegeleier sind, sind für mich Rühreier. Schaufle mir jetzt eine riesige Portion rein und hoffe dann, daß ich noch alles erledige. Bin etwas reisefiebrig… Später dann noch mal richtig.