Wolle-Blödel

Grrrrr!!! Hmpf!!!! Grummel!! %$§//&}}&% !!!
Oh, ich könnte ja gerade schreien!!
Wie soll man da in seiner Geschenkeliste irgendwie weiter kommen, wenn einem Wolle-Blödel dazwischenfunkt?!?!
Vorgeschichte: nächste Woche besuche ich meinen besten Freund in Chemnitz. Er kriegt Socken als Mitbringsel, Tychus verspätet zum Geburtstag und nun wollte ich ihm passend zum Tychus noch einen Schal stricken zu Weihnachten – hübscher Gedanke, oder? Also habe ich die Tychus Reste angeschlagen: 280 Maschen, kraus rechts, schwarz und grau im Wechsel, eben wie beim Mützchen. Heute Nachmittag watschele ich zu Wolle-Blödel, weil ich merke, daß die Reste nicht reichen. Greife ins Regal der Soft-Merino und klaube mir drei Knäuel Grau heraus, daneben liegt gleich das Schwarz – auch noch drei Knäuel. So viel habe ich genommen, weil mein Papa nun auch noch so ein Schal bekommen soll (geht schnell, sieht schick aus und passt zu allem). Ich gehe an die Kasse, die Verkäuferin kontrolliert die Partiennummer, ich zahle. Stunden später, ich hatte mich zwischenzeitlich auf dem Weihnachtsmarkt vergnügt und mich mit Glühwein vollgedröhnt (wohlgemerkt: nach dem Wolle-Kauf!!), sitze ich auf dem Sofa, verfolge die WM-Auslosung und stricke an meinem Schal. Gerade eben will ich ein schwarzes Knäuel aus der Wolle-Blödel-Tüte holen – der Schal steht kurz vor der Vollendung, ich bin nahe an der Grenze zum Zufriedensein – da trifft mich der Schlag: ich halte kein Knäuel Soft-Merino in der Hand sondern ein Knäuel Universal!! Schreck lass nach, ich hole die anderen Knäuel aus der Tüte: alle grauen sind natürlich Soft-Merino, alle schwarzen Universal. So ein Schlamperladen!! Die lagen nebeneinander im Regal, Mensch, ich könnte echt… Jetzt muß ich den Schal beiseite legen (die Universal ist dünner) und morgen früh wieder zu Wolle-Blödel latschen. Wenn ich Pech habe, dann gibt es gar keine schwarze Merino mehr. Wer hat diese Regale aufgefüllt??!!?? Was mache ich mit meinem Zeitplan? Warum stricke ich Weihnachtsgeschenke?!?
OOOOOHHHHHMMM – OOOOOHHHHHMMM – OOOOOHHHHHMMM
Gut, ich rege mich jetzt ab und stricke halt am Mama-Cozy weiter…

Weihnachtswerkstatt

So langsam komme ich mir vor wie ein Weihnachtswichtel, die Stricknadeln rauchen und der to-do-Berg wird auch kleiner.

1.) Auftragssocken, Größe 37, Sockina Colori
2.) Mitbringsel für nächste Woche, Größe 42/43, Opal
3.) Weihnachtssocken für Papa, Größe 42, Regia
4.) Auftragssocken, Größe 38, Regia Multi Effekt Color

Außerdem ist die Geburtstagsjacke für meine Nichte fertig gestrickt, nur noch zusammennähen, Bild gibt’s dann. Tychus Nr. 2 ist auch fertig, er wartet ebenfalls auf’s Zusammennähen.
Wenn es so weiter geht, dann geht der „Strickterminplan“ auf!

Tychus II.

Da ich nächste Woche einen Kurzurlaub mache und noch ein Mitbringsel brauche, habe ich heute den zweiten Tychus angeschlagen. Dieses Mal gab es aber Löcher bei den verkürzten Reihen, die ich nicht ignorieren konnte:

Also habe ich mich an Ruffles erinnert (dazu gleich mehr) und Tychus neu angeschlagen und dieses Mal habe ich die verkürzten Reihen mit Wraps gestrickt und das sieht viel schöner und fester aus!

Tja, den Ruffles aus Scarf Style habe ich gestern angeschlagen aus meinem rosa Merino-Strang. Hm, das Strickbild sieht grausig aus, aber nun gut, es war ja mein Übungsstrang und so werde ich Ruffles wohl fertig machen und ihn zur Erinnerung an meine ersten Spinnversuche aufheben.

Cozymania – Update

So, die 700er Grenze beim Zugriff auf die deutsche Cozy-Anleitung ist überschritten. Zeit für ein Update!
Danielle hat neulich bei mir gepostet und wollte höflich sein und hat den Babelfish benutzt, um ihre Cozy-Tips zu übersetzen. Leider ist das passiert, was immer mit Babelfish passiert: ich verstand das Babelfish-Deutsch nicht 😉 Also habe ich Danielle wieder gemailt und gefragt, ob sie nicht freundlicherweise mir das Ganze noch mal auf Englisch schicken kann, damit ich’s verstehe. Das hat sie heute getan und ich zitiere hier nun ihre Cozy-Anmerkungen:
Cozy can be knit from any yarn, in any gauge. All a knitter has to do is figure out how many repeats will give them the width that they want, then add one stitch to the total.
In making Cozy, make sure that each row has the same number of stitches at the end. For example, my version of Cozy has 85 stitches cast on, and at the end of each row, there should be 85 stitches.

Und nun noch die -hoffentlich – verständliche Übersetzung:
Cozy kann aus jedem Garn gestrickt werden, egal welche Maschenprobe. Alles was Ihr zu tun habt: kriegt raus, wieviele Maschen die gewünschte Breite geben und zählt zu dieser Maschenzahl noch eine Masche dazu. Achtet während des Strickens darauf, daß die Maschenzahl zu Beginn und am Ende jeder Reihe gleich ist. In Danielles Version sind das 85 Maschen am Anfang der reihe und eben auch am Ende.
(Ich habe auch öfter mal nachgezählt!)
Thank you, Danielle!!
Ich find’s riesig nett von Ihr, daß sie sich für die „Cozy-Szene“ hier interessiert!

Ja, is denn heute schon…

Weihnachten? Ja! Mein ganz persönliches Weihnachten ist in den letzten Tagen durch den freundlichen Paketboten angeliefert worden.

Über knitting on the edge muß ich wohl gar nichts mehr sagen: sagenhaft, ein must-have im Stricker-Haushalt!
Der Knitter’s Almanac ist zwar aus den Siebzigern, wollte aber unbedingt mal was von Elizabeth Zimmermann lesen und einige zeitlose Modelle sind ja drin.
KnitLit the third als Urlaubslesestoff. Ich kenne allerdings die ersten beiden Bände nicht.
Holiday knits ist total liebevoll gestaltet, schöne Fotos – ich liebe es, darin zu blättern!

Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 49/2005

Was machst Du, wenn Dein Strickstück einfach nichts werden will? Geduldig immer und immer wieder ausbessern und ribbeln, bis es endlich so geworden ist, wie Du Dir das vorstellst? Oder erstmal ab in die UFO-Ecke, um Dich dann Stunden, Tage oder Monate später nochmals dran zu versuchen? Oder ab damit in die Mülltonne? Oder versuchen die Fehler zu übersehen?
Danke an Tina und Cleo

Ich bin der in-die-Ecke-schmeiss-Typ. Momentan liegt da das braune Chenille-Jäckchen, das mir beim Zusammennähen so viele Schwierigkeiten bereitet hat: ich habe einfach keine Lust darauf, mich noch einmal zu ärgern, also bleibt es liegen. Eines Tages werde ich es schon noch noch fertig machen. Aufribbeln wäre bei dem Material eh unmöglich!
Socken werden gnadenlos aufgeribbelt, wenn ich Fehler entdecke. Beim Bi-Color-Brioche habe nun beim Tragen drei Fehler entdeckt, aber niemals im Leben würde ich das Ding noch einmal aufziehen – mit den Fehlern kann ich leben! Auch beim Birch ist ein Fehler drin, aber den habe ich schon während des Strickens irgendwie ausgebügelt (so daß ich wieder auf die richtige Maschenzahl kam), denn das Mohair hätte ich gar nicht aufribbeln können. Die mißglückten Birch-Anfänge sind aus diesem Grund (Garn verhakte sich unlösbar miteinander) auch im Mülleimer gelandet.
Also handele ich doch je nach Material und Objekt unterschiedlich 😉

Es fragte das Wollschaf

Spinnen in der Scheune

Heute war mal wieder ein toller Sonntag: Andrea holte mich, mein namenloses Spinnrad und meinen vollgestopften Korb mit ihrem Raumwunder an Auto ab – der Kofferraum war dann mit zwei Spinnrädern und zwei vollgestopften Körben immer noch nicht an seiner Kapazitätsgrenze – und wir fuhren nach Steinenbronn (zu diesem Städtle meint Wikipedia: Steinenbronn ist (Oktober 2005) die einzige Gemeinde im Landkreis Böblingen, die noch keine funktionsfähige Internetseite hat.) Conny hatte uns eingeladen zum Spinntreffen in der Heimatscheune zu kommen. Sabine war auch schon da und ganz viele Steinenbronnerinnen und ein Steinenbronner mit ihren Spinnrädern und ihrem Strickzeug. Es war sehr schön, die Scheune wurde vom Heimatverein liebevoll hergerichtet und die Leute waren alle sehr nett. Es hat mich verblüfft, wieviele Menschen doch spinnen und stricken! Es gab auch noch lecker Kaffee und Kuchen, ansonsten haben wir gesponnen, gestrickt und geratscht und neues gelernt: Conny hat uns das Navajo-Zwirnen gezeigt, ich habe ein wenig geübt und werde das demnächst nochmals ausführlich proben. Irgendwann düsten wir wieder in Richtung Heimat ab, schwer begeistert von dieser Scheune und komplett erfüllt von neuen Eindrücken. Diese Treffen tun mir immer wieder gut und geben mir spinn- und stricktechnisch einen riesigen Schub!

belesen,besockt und behelmt

So, Serverproblem wieder behoben, es lebe Eric vom Support!
Die Mega Boots Socken sind fertig und gefallen mir sehr gut:

Und noch mal angezogen:

Dann sind heute die ersten Bücher angekommen, das Scarf Style-Buch ist tödlich: ich hätte schon beim ersten Durchblättern loslegen können 😉

An das Projekt „Mütze für Susan“ habe ich mich noch einmal gewagt und bin mit dem Ergebnis leidlich zufrieden: Die Mütze finde ich klasse, ich finde mich nur mit Mütze gewöhnungsbedürftig.
Ridged Helmet Hat:

Wolle: Mega Boots Strech, NS 3, ca. 50g. Anleitung: Interweave knits: Cover Your Ears, eins von den New Web-Exclusive Projects, minimal abgewandelt.
Und als Bonbon für den Serverausfall ausnahmsweise ein Kopfbild 😉