Meine „Stuhlhaspel“ hat mir sehr gute Dienste geleistet: der zweite Strang Kauni ist nun gewickelt, es waren laut Banderole 320 Gramm und das ohne einen einzigen Knoten! Ich habe wahrlich keine kleinen Hände, aber am Ende war auch mein Limit erreicht: ich konnte das Knäuel kaum mehr halten.
Behelfshaspel
Kauni-Cozy ist in der Waschmaschine und ich mache mir Gedanken, wie ich dem zweiten Strang, der 350 g hat, Herr werden kann. Man muß die Wohnung nur mal auf den Kopf stellen, schon hat man die Lösung 😉
Ernüchtert II
Erst mal einen großen Dank an Sabine und Angela, die mir mit Zuspruch und exakter Ferndiagnose sehr weiter geholfen haben.
Ich habe nun ein wenig gebastelt, aber ich kriege keine funktionierende Bremse hin, das Ding hat immer noch einen Einzug, daß mir die Hände schon bei einem normalen Faden rauchen. Insbesondere Sabines Satz muss mich zum Glück mit Antriebsriemen, Bremse und Co. nicht abgeben, weil alles wie am Schnürchen läuft, spukte mir das ganze Wochenende im Kopf herum. Also habe ich das elterliche Spinnrad beiseite gestellt, da muß sich irgendwann mal ein Fachmann drum kümmern und habe mir kurzerhand bei Ebay ein Spinnrad gekauft, das meinem Eindruck (und der Beschreibung) nach komplett und funktionierend ist. Vielleicht können die Fachfrauen nochmal einen Blick riskieren? So sieht es aus:
Das antike Stück hat ja auch nur eine einzige winzige Spule, da hätte ich also auch noch Geld reinstecken müssen abgesehen von der Bremse. Von daher bin ich mit mir im Reinen, freue mich jetzt auf das Spinnrad und hoffe, daß es kein Fehlkauf war 😉
Ernüchtert
Tja, wie sich doch die Geschichten ähneln 😉 Bei meinem Spinnrad fehlt auch die Bremse und so wie ich den Flügel anfangs fixiert hatte, hat das Ding einen Einzug, der meine Fingerfertigkeit um einiges übersteigt. Nun bin ich am experimentieren und habe notdürftig an einer Bremse gebastelt, zieht aber immer noch zu schnell ein. Ich kann die Höhe des Flügels regulieren, kann ich damit und einem neuen Antriebsriemen die Umsetzung ändern? Wird das Rad dadurch langsamer oder schneller? Das sind auch immer die Fragen bei IQ-Tests, die mir Schwierigkeiten machen, die Fragen mit den Flaschenzügen usw. 😉
Unverhofft…
…habe ich nun ein Spinnrad in der Wohnung stehen. Ich kann nichts dafür!!!
Hatte mich heute zum Mittagessen mit meinen Eltern getroffen und ihnen von meinen Spinnversuchen erzählt. Daraufhin meinte mein Vater, sie hätten doch ein Spinnrad… Ja klar, ich erinnere mich: jahrelang stand in einer Ecke ein Spinnrad zur Deko, das mein Vater vor Jahrzehnten mal von einem Bauern geschenkt bekommen und restauriert hatte. Also bin ich vorhin hingeradelt und habe mir das Ding angeschaut und es v.a. ausprobiert und was soll ich sagen: es spinnt und ich durfte es mit heim nehmen!! Also eingewickelt und quer über den Fahrradkorb gelegt und heimgelaufen und jetzt steht es hier und ich fasse es nicht! Und gleich mal ein paar Bilder gemacht (ich hatte zum Funktionstest nur ein Rest Sockenwolle zur Hand), damit ihr mal ein paar fachmännische Blicke darauf werfen könnt. Und was ich heute abend mache ist ja wohl klar: Pizza bestellen (damit keine Zeit verloren geht!), schnell essen und dann die ersten Versuche starten.
Rosa Zuckerwatte
Jetzt beginne ich schon, dem Wurm auf der Spindel einen Namen zu geben…Aber es geht jetzt schon viel besser: es ist mir nur einmal der Faden gerissen und der Faden hat einen erträglichen Durchmesser – man kann es also lernen.
Iris hat im Kommentar gefragt kann man mit diesen handspindeln tatsächlich Wolle für einen ganzen Pullover spinnen? Ja, Iris theoretisch kann man das, ich kann es noch nicht. Die Spindel fasst nach meiner Schätzung 100g, da könnte man also ordentlich arbeiten. Was ich jetzt schon sagen kann: wenn die Bewegungen etwas routinierter sind, dann dauert es auch nicht so lange. Laß Dich doch infizieren! 😉
Erste Wolle
So, für’s Protokoll hier meine erste Wolle im Strang, Anakonda mit Regenwurm verzwirnt, ca. 30 Gramm, Nadelstärke: von 3 bis 7 alles dabei 
Die spinnt wirklich!
So, das ist das Ergebnis des heutigen Nachmittags. Sehr gruselig noch, aber es macht Spaß! Und jetzt wickele ich die Wolle, damit ich morgen noch zwirnen üben kann. Bei der Kreuzspindel klappt es noch gar nicht gut, aber die habe ich heute auch zum ersten Mal in der Hand, wird schon noch.
Die spinnt!
Juchu! Heute ist mein ersehntes Paket angekommen!! Letzten Samstag hat mich Sabine in die Kunst der Handspindel eingewiesen und einen Tag später habe ich beim Wollknoll eine größere Bestellung gemacht – ich bin ein maßloser Mensch, das ist schlimm.
Jetzt habe ich eine Stunde an der Handspindel rumprobiert, v.a. wußte ich ja gar nicht wie anfangen, aber wozu hat man das Internet?! Ich habe den Anfang nun mit einem Hilfsfaden gemacht und bin ansonsten froh, mich nicht erdrosselt zu haben 😉 Hier also der erste Versuch (schwangere Regenwürmer, überfressene Anakonda etc.), daneben liegt die Kreuzspindel, die ich heute auch noch ausprobieren will.
Und weil es heute hier so trübe ist, hat mir der Anblick des Kilos bunter Wolle, die ich mir mitbestellt hatte (und die mir wohl bis ans Ende meiner Tage reichen wird), sehr gut getan:
Im Süden nichts neues
Viel neues gibt es nicht zu berichten: Papas Zopfjacke ist fertig gestrickt, nun warte ich auf den Reißverschluss, den ich über’s Internet besorgen mußte, weil sich der hiesige Einzelhandel außer Stande sah, mir so was exotisches wie einen 2-Wege-Reißverschluss zu besorgen… Kauni-Cozy wächst und dem widme ich mich gerade fast ausschließlich, weil es auf dem Rad morgens und abends doch etwas frisch ist.
Auf meine Handspindeln warte ich immer noch, ich würde so gerne loslegen!
Dann habe ich heute morgen noch den letzten auf dem freien Markt im Ort verfügbaren Grippe-Impfstoff abgegriffen und mir spritzen lassen. Habe mich daran erinnert, in welchen Krankheitszuständen die Leute letzten Winter zu mir in den Unterricht gekommen und mir „auf den Pelz gerückt“ sind. Es war nur Glück , daß ich letzten Winter nicht krank geworden bin und darauf will ich mich dieses Jahr nicht verlassen. Als Freiberufler kann ich es mir schlicht und einfach nicht leisten, mich für eine Woche mit einer Grippe ins Bett zu legen.