…der Familiengeburtstagssaison! Gestern war der für sagenhafte acht Monate letzte Familiengeburtstag, der 91. meines Opas. Das heißt jedes Mal: back to the roots in meine Geburtsstadt, für mich immer mit Beklemmungen verbunden, weil dieses Städtchen in meinen Augen so hässlich und eng(-stirnig) ist wie kaum ein anderer Platz der Welt. Also nach dem morgendlichen Kurs in den Zug ins Zügle um auf die Alb zu reisen.

Kaum ein paar Kilometer unterwegs, sah ich das, worauf ich wirklich so gar keine Lust mehr habe: Schnee.

Und es wurde immer mehr, die Stimmung sank…

Die Kunst, Schnee zu möglichst hohen Bergen aufzutürmen, wird dort mit einer Perfektion betrieben, wie ich es sonst auch nie gesehen habe. Als würde ein Wettbewerb stattfinden, wessen Schneehaufen länger hält, ich bin mir sicher, bis April schaffen es einige… Bonjour tristesse!

Es hat sich nichts verändert seit meiner frühesten Kindheit und das gruselt mich jedes Mal. Ein Symbol für den absoluten Stillstand mag dieses Bild sein:

Ich weiß nicht, seit wann es Schwammtücher gibt, einige Jahre wird es schon sein. In diesem Haushalt wird aber nachwievor, wie zu Lebzeiten meiner Oma, mit aussortiertem Feinripp gespült. Das ist für mich der Inbegriff der Stagnation. Gestern habe ich den Spüldienst übernommen und hatte deshalb mehrfach das Vergnügen, diesen Anblick zu genießen. Und nein: ich habe nicht darüber nachgedacht, was die Lappen vorher waren 😉