Botticelli ohne Ende

Doch, es wird hier noch gestrickt. Nebenher Socken und ab und an, wenn’s die Zeit und die Konzentration zuläßt auch am Botticelli. So wuchs der erste Ärmel doch um ein Stückchen und es sind nur noch ein paar Reihen mit Muster. Muß ich mir selbst als Durchhalteparole vorsagen… Also mal wieder ein Zwischenstandsfoto:

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Und ein bißchen näher:

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Ich habe es mir selbst geschworen und Botticelli angedroht: „Das Ding werde ich in London tragen!“ Ende April geht es wieder hin!!

Bilder-Stöckchen

Frau … äh … Mutti hat ein Bild gezeigt, das sie glücklich macht. Ein hübscher Gedanke, einer, den ich heute auch hatte, als ich merkte, daß die vorläufige Februar-Bilanz exakt einen Monat her ist. Wie wäre es denn, dachte ich so glücklich vor mich hin, wenn ich einmal im Monat Bilder zusammentrage, von Momenten, in denen ich glücklich war, von Dingen, die mich erfreut haben… Hm, schön wäre das, dachte ich so weiter und habe heute Nachmittag damit angefangen. Und nun ist sie da: die vorläufige März-Bilanz und erzählt von glücklichen Märztagen. Klick darauf macht’s wieder groß.

vorläufige März-Bilanz

Knöpfe!

Der heutige Urlaubstag (der Resturlaub muß abgebaut werden!) führte uns nach Ochsenhausen, vielmehr ins dortige ehemalige Kloster. Auf dem Weg dorthin hielten wir in Warthausen, weil ich gelesen hatte, daß es dort einen Fabrikverkauf der Firma Knopf&Knopf gibt. Wow: das hat sich gelohnt: Knöpfe über Knöpfe, sensationell günstig und wunderschön. Ich habe neben vielen „regulären“ Knöpfen (reichen für mindesten 8 Strickjacken 😉 ) auch eine riesige Überraschungstüte für 2,50 € erstanden, die wirklich einige Schönheiten enthält:

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Daneben waren noch gefühlte tausend kleine Knöpfe drin:

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Plastik, Metall, Horn, Perlmutt, Bein, Holz – alles drin in der Tüte. Und hier noch meine „normale“ Ausbeute:

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Das Metallsortiment, von groß bis klein, von fein bis enorm rustikal.

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Und hier der Rest: in der Mitte Perlmuttknöpfe, im Vordergrund die schönsten Hornknöpfe, die ich jemals gesehen habe. Links hinten gelasertes Holz und rechts hinten Kokos ganz einfach. Da gehe ich bestimmt nochmal hin!

Reizthemen…

…verhelfen einem unfreiwillig zu enormen Zugriffszahlen… Zum Thema „Spüllappen aus aussortiertem Feinripp“ ist von dieser Seite alles gesagt: sie sind BÄH!!! -Punkt-

Und ich bleibe auch bei dieser meiner Meinung: Schneehaufen im März sind ebenfalls BÄH!!! Zusatz: es gibt Gemeinden, in denen die Schneemassen abtransportiert und an einen Ort gebracht werden, wo sie nicht das Gemeinwesen stören/gefährden/der Hässlichkeit anheim geben. neulich schon auf der Alb erlebt, heute im Allgäu. Dort gibt es sie auch, diese großen Schneehaufen, die bis April halten, aber eben nicht vor jedem Haus sondern an ungenutzter Stelle. Macht sie nicht schöner, aber erträglicher.

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-PUNKT-

2 Dinge, die ich nicht vergessen sollte

1. Die Rowan Cocoon überlebt eine Maschinenwäsche bei 30° sehr wohl, entgegen den Anweisungen auf der Banderole. Der Schal sieht aus wie neu.

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2. Sollte ich nie mehr das Thema „Feinripp als Spüllappen“ im Blog erwähnen. Zum einen will ich mich nicht länger mental mit dem labberigen Thema beschäftigen, zum anderen habe ich keine Lust auf belehrende Vorträge zu einem eben etwas ausgeleierten Thema 😉

Ende der Saison

…der Familiengeburtstagssaison! Gestern war der für sagenhafte acht Monate letzte Familiengeburtstag, der 91. meines Opas. Das heißt jedes Mal: back to the roots in meine Geburtsstadt, für mich immer mit Beklemmungen verbunden, weil dieses Städtchen in meinen Augen so hässlich und eng(-stirnig) ist wie kaum ein anderer Platz der Welt. Also nach dem morgendlichen Kurs in den Zug ins Zügle um auf die Alb zu reisen.

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Kaum ein paar Kilometer unterwegs, sah ich das, worauf ich wirklich so gar keine Lust mehr habe: Schnee.

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Und es wurde immer mehr, die Stimmung sank…

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Die Kunst, Schnee zu möglichst hohen Bergen aufzutürmen, wird dort mit einer Perfektion betrieben, wie ich es sonst auch nie gesehen habe. Als würde ein Wettbewerb stattfinden, wessen Schneehaufen länger hält, ich bin mir sicher, bis April schaffen es einige… Bonjour tristesse!

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Es hat sich nichts verändert seit meiner frühesten Kindheit und das gruselt mich jedes Mal. Ein Symbol für den absoluten Stillstand mag dieses Bild sein:

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Ich weiß nicht, seit wann es Schwammtücher gibt, einige Jahre wird es schon sein. In diesem Haushalt wird aber nachwievor, wie zu Lebzeiten meiner Oma, mit aussortiertem Feinripp gespült. Das ist für mich der Inbegriff der Stagnation. Gestern habe ich den Spüldienst übernommen und hatte deshalb mehrfach das Vergnügen, diesen Anblick zu genießen. Und nein: ich habe nicht darüber nachgedacht, was die Lappen vorher waren 😉

Ich zitiere…

…ungefragt den Liebsten: „was ist das denn jetzt für ein Scheißwetter?“

Dagegen half heute nur ein Besuch beim Friseur: wieder kurz angesichts des nahenden Frühlings (haha) und der Kauf einer Jeans bei Hager&Mager.

Und dagegen hilft nur: Farbe!

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Das Wensleydale Sheep glänzt auch ohne Blitz ganz herrlich, lockt sich nur noch wenig und die Farben sind einfach nur: sommerlich!

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180 Gramm Wensleydale Sheep, einfädig versponnen. Daneben die wetterdepressive Katz.

Von 30°, Ordnung und gelockten Schafen

Der rote Hoodie hat die Maschinenwäsche sehr gut überstanden und liegt nun wieder in einer adäquaten Größe (ich habe sämtliche Skrupel überwunden und wünschte dem Teil eine ordentliche Schrumpfung bei 30°!) zum Trocknen – die Kapuze habe ich so zusammengefaltet, daß sie wohl vier Tage zum trocknen braucht, aber dafür nicht leiern kann – ich werde dieses Ding schon wieder passend kriegen!!

Den größten Teil des Nachmittags habe ich bei Sonnenschein (Ja!!) und in T-Shirt (Jahaaa!!!!) auf dem Fensterbrett verbracht, nicht glauben könnend, daß ich nur vier Tage zuvor einen Winterkoller hatte. Ein bißchen habe ich mich der Ordnung gewidmet: bis jetzt hatte ich meine Handarbeitsutensilien in einer kleinen Schüssel auf dem Fensterbrett neben dem „Arbeitssofa“ stehen, ab heute ist alles extrem übersichtlich und staubfrei in einem Holzkasten untergebracht:

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Mußte schon mehrmals wieder den Deckel lupfen, um zu schauen, wie nett da alles drin liegt.

Außerdem habe ich mich endlich wieder ans Spinnrad gesetzt und die restlichen Hundert Gramm vom Wensleydale Sheep gesponnen, das ich im September begonnen hatte.

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Zum Wickeln kann ich mich heute nicht mehr aufraffen, zumal auch noch Essengehen auf dem Plan steht, aber ich zeige dann noch ein Bild vom fertigen Strang und denke in der Zwischenzeit darüber nach, welchen Schal/welches Tuch ich daraus stricke.

Never wash…

…a silky Hoodie!!

Der rote Hoodie passt nach seiner Handwäsche nicht mehr. Die Kapuze hat Dimensionen, die einem Kartäuser bestimmt gefallen würden.

Deshalb (Tatendrang zu Beginn des Wochenendes!) kommt das Ding jetzt in die Waschmaschine, schlimmer kann’s nicht werden. Und danach werde ich das Teil ganz klein zusammenlegen und so soll es trocknen.

Bericht folgt…

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Alle E-Mails und Fragen zum Thema Hoodie, die mich in letzter Zeit erreicht haben, werden, ich versprech’s, dieses Wochenende beantwortet, entweder per Mail oder hier.

Was will man mehr?

Sie passen und ich durfte sogar fotografieren:

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Mein Standardrezept, 64 Maschen, 2,5-er Nadeln, Zitron Trekking XXL, Größe 44, 80 Gramm.

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