Gegenmaßnahmen

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Nach dem Stimmungstief gestern waren heute dringend Gegenmaßnahmen angesagt. Zunächst Farbe! Auf dem Weg zur Arbeit komme ich am Markt vorbei und dort wurden schon am frühen Morgen verschiedene Töpfchen von Primeln, Ranukeln und Veilchen eingekauft.

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Eine gelbe Primel wurde gleich im Büro einquartiert. Die Mittagspause wurde für einen schönen Spaziergang genutzt und das wurde mit Sonnenschein belohnt. Außerdem neulich das hier entdeckt auf einem alten verrosteten Gartentor, heute festgehalten:

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Schwer zu erkennen? Ich war etwas zu klein zum Fotografieren, also wurde die Kamera aus der Hand gegeben an den Größeren:

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X-Mal bin ich da schon vorbei gelaufen – erstaunlich, was man dann nach Jahren entdeckt. Hatte ich früher ein Brett vor dem Kopf in der Ecke?

Daheim angekommen wurden die Blümchen arrangiert und der Feierabend mit einem Kaffee eingeläutet und der Ärger aus dem Büro, der mich beinahe aufgefressen hatte, aktiv weggefreut, hat sogar funktioniert: sich in den Erbsessel setzen und mich an den schönen Dingen, die ich doch so zahlreich um mich habe, freuen.

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Kann mal bitte jemand…

…das Licht anknipsen oder mir wenigstens versichern, daß es auch dieses Jahr ganz bestimmt (echt, wirklich, garantiert…) Frühling wird? Das halte ich ja keinen Tag keine Stunde länger mehr aus diese Trübnis, diese Kälte, dieses Grau! Vor über einem Jahr war es schon so warm, daß ich Tomten alleine anziehen konnte, das bringt mich auch nicht besser drauf…

*Jammermodus aus*

(Alt-)Lasten

Tatendrang nach einem schönen Wochenende hat mich dazu gebracht, gestern Abend dem roten Hoodie ein Vollbad eine Volldusche zu gönnen, war dringend mal nötig. Der hohe Seidenanteil hatte mich bisher immer davon abgehalten und meine gesunde Abneigung gegen Handwäsche. Normalerweise stecke ich ja alles gnadenlos in die Waschmaschine, in diesem Fall habe Skrupel.

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Wie gut, daß ich nichts weißes mitgewaschen habe 😉 Immer wieder erstaunt mich das Gewicht von nassen Strickstücken, ich konnte das Ding kaum mit einer Hand halten.

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Der Hoodie lag wie eine aufgeqoullene Wasserleiche in der Wanne. Innerlich verabschiedete ich mich schon von ihm. Aber mittlerweile ist er fast wieder trocken und liegt doch recht ansehlich auf dem Wäscheständer. Noch mal gut gegangen…

Botticelli wächst sehr langsam, diese Intarsien gehen mir wirklich nur sehr schwer von der Hand, aber den ersten Ärmel habe ich bald fertig und dann fehlt tatsächlich nur noch einer, auf die Umrandung freue ich mich schon weil keine Intarsien mehr.

Deshalb brauchte es ein einfaches Stück für die Zeit, in der es zu dunkel ist, um mit drei verschiedenen Rosa-Tönen zu kämpfen oder in den Kopf einfach nichts mehr reingeht. Also Socken, in Anthrazit, klassisch, schön, die ersten für den Liebsten. Die müssen perfekt sein, man tritt ja gegen eine Menge handgestrickter Socken von der Verwandtschaft an 😉

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Winterwunderland

Nach all dem Grau und sich Ärgern über den erneuten Schneefall sogar in unseren Niederungen und beschwerlichen Reisen zu Verwandschaftsgeburtstagen gestern (aber bald ist dieses Geburtstagsgehoppe bis November vorbei: Heppa!!) gab es heute morgen beim Aufwachen angesichts des tiefblauen Himmels nur einen Gedanken: raus! Vor anderthalb Jahren war ich schon mal auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen, es hat sich heute wieder gezeigt: es lohnt sich, schöne Plätze mal zu jeder Jahreszeit gesehen zu haben.

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Unser Weg durch die zauberhafte Winterlandschaft führte uns nach Gruorn.

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Der uralte Friedhof ist im Winter nur zum Teil passierbar. Irgendwie hatte ich Hemmungen, die perfekte Schneedecke durch meine Fußstapfen zu zerstören.

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Selten etwas so friedliches gesehen, als seien dicke Daunendecken über die Gräber gelegt, damit sie noch mehr Ruhe haben.

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In der Sonne war es sogar warm genug, eine Weile auf dem Bänkle zu sitzen und sich zu überlegen, wie alles wohl im Frühling aussieht. Und um dieses unfassbare Glück zu genießen, zu zweit auf dem Bänkle zu sitzen. (Dies als Antwort auf eure lieben Kommentare: Nicht verlobt, nicht verheiratet aber unglaublich verliebt 😉 )

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Central Park Hoodie III

Schon ein paar Tage fertig, schon eifrig getragen und innig geliebt: der dritte Hoodie. Hat viel Spaß gemacht, ihn zu stricken, die Wolle (Rowan Scottish Tweed Aran) ist einfach nur toll!

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Ich habe ihn exakt nach Anleitung gestrickt und mußte auch wegen der anderen Wolle keine Änderungen vornehmen. Ich finde, er passt ganz prima, schließen tue ich ihn nach Bedarf mit einer Haarklammer.

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Und einfach herrlich alltagstauglich, deshalb heute mal Fotos „in action“.

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Und als kleine Hommage an Holly und ihre „a beer for every sweater„-Idee heute mal wieder auch ein „a beer for every hoodie“-Bild:

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Anleitung: Central Park Hoodie von Heather Lodinsky.

Wolle: Rowan Scottish Tweed Aran, ca. 620 Gramm, gestrickt mit Nadelstärke 5.

Lebensmucks

Eine unerwartete und auch nicht willkommene, weil wegen technischer Schwierigkeiten provozierte Zwangspause im Arbeitstag bringt wenigstens mal ein kurzes Lebenszeichen von mir. Dem Hoodie und mir geht es prächtig. Noch ein paar wenige Reihen an der Verschlußblende, dann ist er fertig – naja, Ärmel müssen noch reingenäht werden, aber das zählt fast nicht. Bis gegen Ende der Woche müßte es dann ein Fertig!-Foto geben. Und dann kann ich auch endlich Botticelli an den Kragen bzw. an die Ärmel…

Noch’n Hoodie

Da mich die Arbeit doch schon wieder ganz schön im Klammergriff hatte, kam ich irgendwie nicht dazu, an Botticelli weiterzustricken und wollte ein einfaches „Nebenher-Projekt“. Da sich mir die Scottish Tweed Aran ja schon in London als neuer Hoodie aufdrängte, gab ich dem nach und so stricke ich halt ganz langweilig einen neuen Hoodie.

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Rücken- und Vorderteile sind schon fertig, der erste Ärmel zur Hälfte. Ich finde die Wolle wunderbar, sie strickt sich prima und mit Nadelstärke 5 geht’s auch schnell vorwärts.

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Bedanken möchte ich mich noch für die vielen netten Kommentare zu Raphael. Ich trage ihn wirklich oft und gerne und bin mir mittlerweile gar nicht mehr sicher, ob ich ihn überhaupt noch besticke, weil auch ich dieser Schlichtheit erlegen bin. Und der Schnitt ist einfach perfekt für einen Wohlfühlpulli ohne „Sackgefühl“ :-).

Neulich schon haben einige nach den Hörbüchern gefragt: Eine wundervolle Neuentdeckung war: „Ein Sommer, der bleibt“ von Peter Kurzeck und nun habe ich mir eine Lesung der „Jahrestage“ von Uwe Johnson gegönnt, zwar nur eine gekürzte Lesung, aber dennoch über 2000 Minuten lang.

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Etwas dämpfen mußte ich ihn, den kuscheligen Raphael: der untere Rand rollte sich trotz Häkelgedöns doch ganz schön auf.

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Angesichts der Kälte und des Gefühls „ich habe nichts anzuziehen“ werde ich den Pulli erstmal ohne Stickereien tragen, sonst wird das in diesem Winter nichts mehr.

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Mir gefällt er richtig gut: passt prima, ist wunderbar warm und kratzt mich bis jetzt nicht (ich bin da ja relativ unempfindlich).

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Nur schwierig, diese Farbe gut zu fotografieren…

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Raphael von Marie Wallin in Rowan Magzine 44.

Wolle: Rowan Kid Classic in Victoria 852, 9 Knäuel, verstrickt mit Nadelstärke 4,5.

Alles exakt nach Anleitung.

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Das flutscht ja!

Irgendwie mag ich dieses 2009 schon jetzt: so schön gemütlich waren die letzten Tage. Meinen Geburtstag habe ich zwar hauptsächlich auf Bahnhöfen und auf dem Flughafen verbracht, aber irgendwie hatte das auch was, zumindest die Glückwünsche vom Bundesgrenzschutz fand ich außergewöhnlich. An dieser Stelle möchte ich mich auch für Eure guten Wünsche bedanken, die haben gut getan!

Viel gestrickt habe ich in den letzten Tagen an Raphael. Ist ja fast schon langweiliges glatt rechts Gestricke, aber mit ein paar wunderbaren Hörbüchern hatte das was extrem entspannendes. Rücken- und Vorderteil sind nun fertig:

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Und eigentlich bin ich ja kein Lila- und kein Mohair-Fan, aber die Farbe gefällt mir sehr (wenn sie auch nahezu genauso unfotografierbar ist wie schwarz) und die Aussicht auf dieses extrem kuschelige Etwas erfreut mich angesichts der Temperaturen und des Schneefalls. Eigentlich will ich ja die Stickereien, aber ich will nicht sticken… Ich werde auf jeden Fall vorher an einem Stricklappen üben, damit das nicht schiefgeht 😉

Morgen gibt es Geburtstagsbrunch für die ganze Familie, Unmengen an Essen habe ich bereits eingekauft. Vielleicht ist ja der Wettergott gnädig und zumindest mein zur Zeit extremst nerviger Opa getraut sich nicht zu fahren. Böse, ich weiß, aber ich finde, ich habe noch einen Geburtstagswunsch frei 😉