knallig

Auch noch nebenbei fertig geworden sind ein paar Socken aus gut abgehangener Wollmeise, die ich damals in Sindelfingen gekauft habe. Die Farbe hat mich damals überwältigt, sie überwältigt mich noch heute!

Für mich, Größe 40, Nadelstärke 2,5 mm.

Gelierprüfung

Was im letzten Jahr so herrlich geklappt hat, brachte mich dieses Jahr an den Rand der Verzweiflung: Apfelgelee. Ich hatte drei Kilo schönster Boskoop, die ich zu Gelee verarbeitet habe. Nur: es gelierte nicht. Auch nicht mit mehr Zucker und mehr Zitronensäure. Ich gab dem Ganzen ein paar Tage Bedenkzeit: nix passierte. Also beherzigte ich den Rat meiner Mutter: nochmal aufkochen. Klappt bei ihr immer wunderbar. Bei mir: Das Gelee wurde weniger und dunkler, aber nicht fester. Wieder standen die Gläser ein paar Tage rum.

Dann griff ich zur synthetischen Keule und kaufte mir Doktor Oe.’s Wahnsinnsgelierzeug, das angeblich alles zum gelieren bringt. Hier herrschte immer noch labbrige Konsistenz. Nun harren die Gläser auf ihre Leerung, sprich ich entsorge das Zeug, denn mittlerweile schmeckt es nach vielem, nur nicht mehr nach Apfel. Und das Kapitel Gelee habe ich für mich beendet, zumindest für dieses Jahr – Quittengelee bekomme ich glücklicherweise von meiner Mutter.

Mit einem Teil der Äpfel aus des Liebsten Garten habe ich dann das gemacht, was ich kann: Apfelmus. In rauhen Mengen!

Nach der Sommerpause

Ohje, so lange habe ich den Blog ja noch nie vernachlässigt. Aber ich muß gestehen, ich habe wenig gestrickt im Sommer und auch die Häkeldecke ist noch nicht ganz fertig. Aber nun ist was fertig geworden: eine zweite Auflage von Ravenscar. Ich mag diese Jacke sehr, ich finde den Schnitt einfach bequem und ideal, um die Jacke über einer Bluse zu tragen und dementsprechend sieht die erste Version schon aus. Also mußte eine neue her:

 

Gestrickt aus Drops Karisma, die nach dem ersten Waschen extrem weich und schön aus der Maschine kam, ich bin begeistert!

Die Jacke war gestern natürlich zu warm, ich hatte sie nur zum Fotografiertwerden auf dem Spaziergang dabei .

Anleitung: Ravenscar von Sarah Hatton in Rowan Magazine Nr. 45.

Wolle: Karisma von Drops, gestrickt mit Nadelstärke 4, Verbrauch: 530 Gramm.

1,10 Meter…

… habe ich jetzt von meinem stillen Großprojekt: eine Häkeldecke im Wellenmuster, 1,30m breit und lang soll sie 1,60m werden, so für’s Sofa. Das angenehme heute Abend: man kann sich die Decke, während man daran häkelt, um die Beine legen, damit es nicht ganz so kalt ist…

Amsel-Terror

Oh göttliche dunkle Nacht! Diese Stille – herrlich! In meinen Ohren klingt immer noch ein hysterisches Tschä-Tschä, mit ich heute den ganzen Tag traktiert wurde.

Das geht seit Tagen so. Unter dem Dach hat sich offensichtlich ein Amsel-Pärchen häuslich eingerichtet und zieht seine Brut auf. Sollen sie, ist doch der Lauf der Natur. Auch ein Lauf der Natur ist, daß die Katz jeden Morgen kurz rausgeht, um was auch immer zu erledigen. Nach ca. einer Stunde kommt sie von ihrem Morgenspaziergang zurück, man kann fast die Uhr danach stellen, ungefähr um zehn. Danach will sie eigentlich nichts anderes, als ihren über-den-Tag-Schönheitsschlaf zu halten, tief und fest, schließlich ist man nachtaktiv. Seit Tagen nun flippt die Amsel-Mutter vollkommen aus, wenn die Katz heimkommt. Nein, wir wohnen nicht unter dem Dach. Nein, die Katz kann von ihrer Katzentreppe nicht ans Dach ran. Die Amselin tickt völlig aus und schreit sich die Seele aus ihrem Amselleib – Tschä-Tschä. Nicht nur das: sie setzt sich auch ans Küchenfensterbrett und schreit mich an. Wirklich: Sie sitzt da und schaut mich und: Tschä-Tschä! Die Katze sitzt auch ab und an mal da am Küchenfenster, denn da ist ihr Ausgang und heute mußte ich dann das Fenster schließen, weniger um zu verhindern, daß die Katz der Amsel was tut, denn sie schien ob der grundlosen Schreierei eher überfordert als angriffslustig, als daß ich verhindern wollte, daß die hysterische Amselin in den Direktangriff überging. Das ging den ganzen Nachmittag so, irgendwann hörte ich dann meinen äußerst ruhigen und gutmütigen Nachbarn schreien: “Ich bring diesen verdammten Vogel um!” – Er hat es natürlich nicht getan (wie auch, ich denke nicht, daß irgendwer in der Stadt eine Schrotflinte hat…), ich habe es auch nicht getan, aber ich habe irgendwann mal das Fenster wieder geöffnet und der Katz gesagt, daß sie von mir aus die Lizenz zu allem hat. Die Katz aber ging lieber schlafen, in ein Zimmer, in dem das Tschä-Tschä nicht ganz so laut zu hören war.

Und jetzt genieße ich die abendliche Stille, morgen um zehn wird es wieder heißen: Tschä-Tschä!

Bohnensack

Seit Wochen fotografiere ich eigentlich mehr als daß ich stricke. Die geerbten Objektive von Opa haben meine alte Leidenschaft wieder geweckt. Ebenso seit Wochen schleiche ich um einen Bohnensack herum. In der aktuellen c’t Digitale Fotografie sind ein paar nette Anleitungen zum selber Basteln drin, unter anderem auch eine für einen Bohnensack. Natürlich aus Leder und mit Reißverschluss…  Nun sind meine Ledervorräte äußerst beschränkt, meine Lust mit Leder zu nähen ist ähnlich groß wie die, einen Reißverschluss einzunähen…

Aber es geht auch anders: Ich habe einen Innensack aus Baumwolle genäht und einen Außenbezug mit Hotelverschluß aus dem unverwüstlichen Vorhangstoff, der hoffentlich nie ausgeht. Außerdem natürlich ein Kilo Bohnen gekauft, die guten mit Vitaminkomplex ;-)

Den gefüllten Innensack dann endgültig zugenäht und in den Bezug gestopft – voilà:

Und weil es ja Outdoor-Ausrüstung ist, durfte ein wenig Wald-Schischi nicht fehlen.

Und falls ich mich nun auf einer Fototour verlaufe, habe ich immerhin Proviant für eine ganze Woche dabei ;-)

Von Wurzen und Gefäßen

Also für dich extra ein Wurz-Beitrag, Sabine :-) Zunächst die Ausbeute vom Flohmarkt:

Eine Puddingform (in die wird nichts gepflanzt, die kommt auf’s Sammlerregal) und ein Email-Topf, in den der Liebste unten noch ein paar Löcher bohren wird, damit ich ihn bepflanzen kann. Der zweite Email-Topf ist gar kein Topf sondern irgend ein Siebaufsatz, den ich gleich gestern bepflanzt habe mit einem Ableger, der auch schon wieder ausschlägt:

Und überhaupt brummt es bei den Wurzen, ich bin eigentlich ständig dabei, irgendwelche Ableger in neue Töpfe zu pflanzen oder in des Liebsten Garten auszuwildern. Also einfach ein paar Fotos von den Sprösslingen:

Und bei einem gibt’s nun auch eine Blüte:

Aber auch bei diesem ist reichlich für Nachwuchs gesorgt:

Ein langer Tag

Heute morgen sind wir um 4:30 losgefahren nach Riedlingen, denn war heute der legendäre Flohmarkt. Vor zwei Jahren war ich zum ersten Mal dort, letztes Jahr fiel der Ausflug wegen des schlechten Wetters ins Wasser aber heute war alles perfekt! Um halb sechs waren wir also schon dort und ich liebe diese Stimmung, wenn alle noch etwas müde durch die Gassen wuseln, manche erst aufbauen, andere schon Geschäfte machen und ich schon bei den ersten Ständen was schönes finde (dieses Jahr gesucht: Wurz-Gefäße). Wenn man um halb sieben schon eine Crêpe isst, ganz einfach deshalb, weil die Nase so kalt ist und langsam kommt die Sonne durch den Nebel und es wird einem wieder warm – herrlich! Und weil wir danach ja noch alle Zeit der Welt hatten, fuhren wir noch schnell nach Neufra und schauten uns dort den historischen Hängegarten an, bei schönstem Morgenlicht.

Wieder daheim mußte ich mich aber doch noch mal kurz hinlegen, um dann mal zu schauen, was es denn neues an Cupcakes-Köstlichkeiten gibt. Okay, natürlich hatte ich keine Mandeln daheim und kein Aroma, aber Walnüsse und so sah das Ganze dann bei mir aus:

Das mit dem Karamellisieren hat nicht so ganz geklappt, aber ich scheine nicht die einzige gewesen zu sein ;-) Dafür auch ohne Creme sehr, sehr lecker!

Es ist vollbracht!

Fast vier Monate und 32 Knäuel später: Sylvi ist endlich fertig! Die Knöpfe fehlen zwar noch, aber das sind wirklich Peanuts im Vergleich zu den Mengen an Rot, die ich am Schluß auf dem Schoß hatte. Die Ärmel lasse ich ohne Manschetten, die gefallen mir so schlicht. Und auch sonst kann ich sagen: mir gefällt mein rotes “Mäntelchen”

Vor den Bildern die Infos: Anleitung: Sylvi von Mari Muinonen. Wolle: Garnstudio Drops Lima. Verbrauch: 32 Knäuel. gestrickt mit Nadelstärke 4.