Die verstrickte Dienstagsfrage – Woche 38/2005

Hast du Haustiere? Wenn ja, wie gehen sie mit deiner Wolle und deinem Strickzeug um?
Im allgemeinen verhält sich meine Katze meinem Strickzeug gegenüber vorbildlich: da wird nicht gezerrt, getatzt, gebissen oder gar zerwühlt. Ich kann auch stricken, wenn sie auf meinem Schoß liegt. Sie schläft nur gern auf dem Strickzeug, wahrscheinlich weil es nach mir (und meinen schwitzigen Händen ;-)) riecht, aber das dulde ich lächelnd. Nur eines kann ich nicht tun, wenn sie da ist: wenn ich Wolle wickeln will, überfordere ich offensichtlich die Unterdrückung ihrer Instinkte. Aber da sie eine vielbeschäftigte Freigängerin ist und auf ihre „Arbeitszeiten“ meistens Verlass ist, kann ich das arrangieren.

Es fragte das Wollschaf

da war doch was…

…in der Restekiste.
Als ich gestern einsehen mußte, daß sich die Entwicklungen im Fernsehen nicht mit dem Birch vertrugen, erinnerte ich daran, daß ich letzten Herbst ein Dreieckstuch aus Sockenwollresten begonnen hatte (Anschlag: 650 Maschen). Das kann ich prima „blind“ stricken und so hat es nun wieder seinen festen Platz neben der Fernseh-Couch.

Birch und ich II

Birch und ich haben uns angefreundet. Ich habe den heutigen Tag ganz ruhig für mich verbracht, nachdem ich schon um neun beim Wählen war. Diese ruhige Stimmung hat dazu beigetragen, daß beim Birch nun alles klappt und ich keinen Groll mehr gegen ihn hege. Und bevor ich mich vor den Fernseher verziehe, ein erstes Bild:

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Nachtrag, 18:40: in der Abendsonne kommt die Farbe wesentlich besser raus:

Birch und ich

Der Birch und ich – wir vertragen uns nicht, ganz und gar nicht. Ich meine, das Muster ist ja einfach, aber irgendwie bin ich jetzt beim zweiten Versuch und kriege es wieder nicht geregelt. Mir scheint, daß dieses Stricken mit einem Hauch von Nichts auf der Nadel nicht ganz meinem „Strickcharakter“ entspricht. Ich hatte es schon geahnt… Ich bin nur froh, daß ich mich für den ersten für ein billiges Alternativ-Garn entschieden habe (das sich aber toll anfühlt!!), denn ich werde nun den zweiten ersten Mustersatz wieder in den Müll werfen, zurückstricken schaffe ich bei Mohair nicht – Asche auf mein Haupt.
Oder liegt es daran, daß ich den ganzen Tag (!) mit der Einschulung meiner Nichte verbracht habe?! In manchen Dörfern der Schwäbischen Alb scheint das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat noch nicht ganz durchgedrungen zu sein, so mußte ich in aller Frühe einem katholischen Einschulungsgottesdienst beiwohnen, der wirklich ganze Arbeit geleistet hat in der Hinsicht, daß sich alle Protestanten, Konfessionslosen und Muslimen von der Schulgemeinschaft ausgeschlossen fühlten. Danach noch großes Mittagsessen in der Dorfschenke (Essen war aber gut!) und dann noch familiäres Kaffeetrinken. Und das alles für die Einschulung? Ich bin etwas verwirrt: als ich eingeschult wurde -das war 1975- war das auch cool für mich, aber doch eine recht normale Sache. Ich finde den Terz, der heute offensichtlich Usus ist, für vollkommen überzogen. Das gipfelte in einer Bemerkung meiner Nichte: „Ich bin heute das heilige Kind“ – sind das die Früchte eines katholischen Kindergartens oder was?? Ich habe mich auf jeden Fall sehr unwohl gefühlt. Abgesehen davon ertrage ich ich meine komplette Familie zeitlich nur sehr beschränkt, Weihnachten steht ja auch noch vor der Tür…

Der Name ist Programm!

So, die Entscheidung ist gefallen: ich werde den Birch mit der grünen Wolle machen, die in Natura ein bißchen mehr ins Oliv geht. Dann passt die Farbe zum Namen und in Grün habe ich noch nichts.
Jetzt würde ich ja am liebsten gleich anschlagen, aber bei uns schüttet es gerade so, daß ich vermute, daß die Katz jeden Moment tropfnass heimkommt und das geht dann mit dem Mohair nicht gut 😉
Und noch Einzelheiten zur Wolle: 75% Super-Kid-Mohair, 25% Polyacryl. 1-fädig, Lauflänge: 500 m/50g.
…So, und nun ist es eingetreten: ein nasses Fellbündel sitzt zu meinen Füßen und jammert…
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Nachtrag, halbe Stunde später: alle wieder trocken und zufrieden.
Ich wollte mich noch für Eure „Farb-Beratung“ danken!

Mohair

Die Post hat ausgeliefert: die Mohair-Wolle, die ich bei der Wolle-Halle bestellt habe. Die Farben gefallen mir sehr gut und die Wolle ist schön weich und läßt sich gut stricken, soweit man das nach der Maschenprobe (die ich mir natürlich nicht verkneifen konnte) sagen kann. Ich will mir einen Birch stricken – es bleiben zwei Fragen:
1. Mit welcher Farbe fange ich an?
2. Habt Ihr den Birch Glatt Rechts oder Kraus Rechts gestrickt?

gerüscht – nicht geschüttelt

Okay, DER war schlecht :-)
Habe heute mal die Socken liegen lassen und mich dem Rüschenjäckchen gewidmet. Die Ärmel sind nun auch gerüscht (Qual!!), jetzt muß ich es nur noch zusammennähen und die große Rüsche dranstricken. Eigentlich wollte ich das Teil am Samstag anziehen, aber das wird wohl nicht reichen.

Naja, viel kann man nicht erkennen, braun ist halt auch nahezu unfotografierbar.

1/2 Flamingo

Eigentlich wollte ich heute nach getaner Arbeit nur in den Garten, um ein bißchen zu stricken und zu lesen. Aber als ich dort ankam, bot sich mir ein grausiges Bild: ein riesiger Ast meines uralt Zwetschgenbaumes war abgebrochen und hing auf dem Nachbargrundstück. Brechen Äste einfach so? Es hat doch keinen Sturm gegeben… Half alles nichts: Säge rausgeholt und das Ungetüm zerkleinert und vom fremden Grundstück entfernt. Danach war ich so in Fahrt, daß ich noch ein großes Beet umgegraben und auf einem anderen Ackersalat gesät habe. Stricken war dann nicht mehr, aber wenigstens noch schnell den halben Flamingo abgelichtet, dessen verschiedene Rosa-Töne für mich äußerst gewöhnungsbedürftig sind 😉

Menagerie

So, die Fäden sind vernäht: Opal Chamäleon und Zebra, Größe 40, für mich. Das Chamäleon gefällt mir (trotz 1 Knoten) sehr gut, das Zebra überzeugt mich als Zebra nicht. Jetzt habe ich noch den Flamingo angeschlagen und dann ist mal wieder „stricken in groß“ angesagt.

live on stage

Da komme ich gerade her: der Bundesaußenminister auf dem Tübinger Marktplatz. Beeindruckend, ihn live zu erleben, ein brillianter Redner!