Früher…

…war ich auch nicht wetterfühlig – vielleicht bin ich ja jetzt auch anfällig für Seekrankheit? Das fiel mir gestern Abend siedendheiß ein beim Telefonat mit der auswandernden besten Freundin. Und da wir eine ganze Nacht auf der Fähre sein werden, bin ich heute gleich mal in die Apotheke gewackelt und habe vorgesorgt – auf daß ich sie nicht brauchen werde!

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Und noch mehr Reisevorbereitungen: ich gönnen den Amerikanern und den Briten ihre Finanzkrise echt nicht und weiß auch, daß es nicht die ihrige allein bleiben wird, aber bei den Meldungen mußte ich doch ganz schnell mal Pfund kaufen gehen und mußte innerlich frohlocken!

Ach und: zweite Ärmel stricken ist öde! (Naja, ich werde nicht drumrum kommen, der Trend, Strickjacken mit nur einem Ärmel zutragen, ist nicht erfunden…)

Meine Neuen

Gestern noch über zu viel Arbeit gestöhnt und heute unversehens ein freier Nachmittag, hach wie schön! Heute morgen habe ich meinen neuen Koffer auf der Post abgeholt. Ich bin ein großer Freund von Hartschalenkoffern und mein bisheriger dient mir immerhin schon das zwanzigste Jahr. Angesichts des Englandurlaubes im Sommer und zukünftiger Wochenendtrips dorthin mußte mal ein neues Modell her, so ein cooles mit vier Rollen, das man bugsieren kann, ohne sich den Rücken zu verrenken oder sofort Blasen an den Händen zu bekommen. Und was soll ich sagen, ich finde ihn toll, meinen neuen Koffer:

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Habe ihn schon ein paar Mal durch die Wohnung gezogen wie ein kleines Kind seine neue Watschelente. Und wenn der jetzt auch wieder zwanzig Jahre hält, dann hat er sich schon gelohnt. (Die Dekoherzen an der Kommode habe ich übrigens neulich irgendwann mal genäht, nach der Anleitung in Sew Pretty HomestylesTildas Haus heißt es auf Deutsch. Nicht daß ich ein Freund von Dekoherzen wäre, aber ich wollte mal nähen, was nicht gerade ist.) Ach, jetzt freue mich noch mehr auf den Urlaub!

Auch neu: zwei Paar Socken, die ich in letzter Zeit immer mal wieder nebenher gestrickt habe.

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Wieder einmal die Little Child’s Socks. Ich finde, die passen einfach prima. Anleitung: Little Child’s Sock aus Knitting Vintage Socks von Nancy Bush.
Wolle: Regia 4-fädig, Farbe ist eine Mischung zwischen Hellblau und Mint, Verbrauch: 87 Gramm, gestrickt mit 2,25mm Nadeln.

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Das sind Standardsocken aus Zitron Handart, Farbe Brazil. Gestricket auch mit 2,25mm-Nadeln. Die Farbe ist wirklich heftig, das werden nicht meine Lieblinge.

Zarte Pflänzchen

Zuerst vielen lieben Dank für die zahlreichen tollen Kommentare für den Tomten! Und auch für den Schief-Quilt, der schon eifrig in Gebrauch ist…

Obwohl Pfingstferien sind und ich also weniger als sonst arbeiten muß, habe ich relativ wenig gestrickt, da ich im Garten wüten mußte: zig vorgezogene Bohnen wollten endlich gesetzt werden, ebenso wie unzählige Cosmea-Setzlinge. Also habe ich am Sonntag vier Stunden bei strömenden Regen umgegraben und gepflanzt. Ich glaube, so dreckig war ich noch nie :-) Jetzt müssen noch die Gurken rein, dann ist der Garten für dieses Jahr fertig, ich muß quasi nur noch auf die Ernte warten!

Zudem stehen große Veränderungen ins Haus: Ich werde mich ab September beruflich verändern bzw. erweitern, was sich auf die Semesterplanung ausgewirkt hat. Ich werde also ab Herbst viel mehr arbeiten als bisher, was mir als Freiberufler endlich mal so was wie Sicherheit bringen wird, ganz neue Perspektiven. Da trifft es sich gut, daß die beste Freundin im Sommer das Land verlassen wird, weil sie einen tollen Job in England gefunden hat. Ich werde also völlig unvorgesehen einen langen Sommerurlaub an der Ostküste Englands verbringen, worauf ich mich sehr freue, ich war schon so lange nicht mehr am Meer. Und damit der Trennungsschmerz nicht zu groß werden wird, vermutlich auch ein paar freie Wochenenden ab Herbst. Eine glückliche Koinzidenz, daß ich durch den neuen Job mir den einen oder anderen Flug werde leisten können. Und noch besser: London ist in erreichbarer Nähe!

A propos Sommer: Ich habe die Wakame Lace Tunic aus der aktuellen Interweave Knits angefangen. Um das Teil auch wirklich sommertauglich zu machen, habe ich mich für Drops Lin entscheiden, ein wundervoll glänzendes Garn aus reinem Leinen, das sich wider Erwarten herrlich strickt. Besonders weit bin ich noch nicht: die Hälfte des unteren quergestrickten Parts ist geschafft:

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(fast) nix strickiges!

Heute muß ich mal ungefragt Sabine zitieren: „Und dann bin ich wieder froh, dass ich stricken kann“ – genau so ein Tag war das: Um sechs aufgestanden, um alle Fenster freizuräumen, weil sich um sieben die Maler angemeldet hatten, um die äußeren Fensterrahmen zu streichen. Und das am einzigen Tag des Monats, an dem ich erst abends zur Arbeit mußte. Also zog ich alles Dickgestrickte an, was sich irgendwie in der Nähe befand, sang ein Loblied auf meinen Kauni-Cozy und verbrachte den Tag bei geöffneten Fenstern (der Lack muß schließlich trocknen) am Schreibtisch. Beim Mittagsschläfchen war ich froh, daß mein Tomten eine Kapuze hat!
Nein, das ist alles gar nicht schön hier, die Kälte geht mir auf die Nerven, die Arbeit ist zuviel und geht mir auch auf die Nerven (ich hasse es wirklich, erwachsenen Menschen den aufrechten Gang beibringen zu müssen und damit meine ich nicht irgendwelche Computerfertigkeiten sondern einfachste Dinge wie Guten-Tag-Sagen und die Zimmernummer wahrzunehmen, mich nicht zu bedrohen, wenn ich meiner Arbeit nachgehen will und sich auch zu verabschieden – kriechen eigentlich nur noch degenierte Würmer in den Fluren umher?!) Wie gut, daß mich heute die ersten London-Fotos von C. ereicht haben, die zwar ihren Koffer noch nicht wieder hat (nö, der liegt ja auch mittlerweile in Mailand rum, vermutlich), aber wenigstens dank eines Cardreaders an ihre Kamera rankam.

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Wieder ungefragt nehme ich also dieses Bild, bekomme feuchte Augen und kann nur sagen: an diesem Tag war ich sehr glücklich, es war ein Donnerstag, die Sonne schien und das Leben erschien perfekt. Es war mir vergönnt, Ruhe zu finden in dieser lauten Stadt und Kraft zu schöpfen für einen der denkwürdigsten Abende meines Lebens. Und wenn ich die Wahl hätte: ich wäre jetzt dort, würde zwar auch frieren, hätte aber, wenn es eine besondere Stunde wäre, einen wahren gentlemen neben mir mit dem tollsten und wärmsten Mantel aller Zeiten, würde ein Pint trinken und mich dabei angeregt unterhalten (es wäre ja auch früher als hier) und müßte nicht daran denken, daß morgen um acht die Sinnlosigkeit wieder losgeht. – Schwerer Anfall von Überdrüssigkeit, mußte mal raus, sorry.
Und was vom Tage übrig blieb:

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PS: Vielen Dank für die vielen Kommentare zu Gabrielle und: ich finde den Ausschnitt auch nicht zu tief, ich bin ja schließlich nicht mit Jopi Heesters in die Schule gegangen 😉

Sorry, no translation – just an outburst of my frustration to being here and going to work and not being in London…

Der obligatorische Reisebericht

The English translation will follow later

Zunächst noch ein Nachbericht zum Terminal 5-Desaster: habe den restlichen Samstag zum einen damit verbracht, mich an meiner Schmutzwäsche zu erfreuen, denn das bedeutete, daß ich nämlich meinen Koffer in Stuttgart in Empfang nehmen konnte. Er war einer der ersten auf dem Kofferband und ich habe wirklich einen Schrei der Begeisterung losgelassen! Zweitens habe ich viel mit C. telefoniert, um ihr den neuesten Stand der Dinge durchzugeben. Sie bekam das letzte Flugzeug am Samstag, aber ihr Koffer ist natürlich bis auf weiteres verschwunden…

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Das ganze Chaos kann aber meine durchweg positiven Eindrücke der letzten Woche nicht trüben – es war wieder phantastisch, nein eigentlich besser als die anderen Male, weil ich wirklich sehr viel Englisch gesprochen habe. Wir kamen schon verspätet am Samstag vor einer Woche an, da über Heathrow Sturm war und so flogen wir über eine Stunde in weiten Kreisen über England und erhaschten so auch einen hübschen Blick von oben auf Windsor Castle. Durch die Verspätung passierte am Samstag nicht allzuviel, außer daß ich sofort in die Oxford Street fuhr, um meine Einkaufsliste für Sab abzuarbeiten und mir ein Knäuel Baumwolle zu kaufen, da ich ja Gabrielle fertigstricken wollte (habe ich getan, zusammengenäht habe ich den Pulli am Samstag und trocknet er vor sich hin, kann sich nur noch um Tage handeln 😉 ). Abends waren wir unter anderem in einem herrlich alten Pub mit tiefen Ledersofas und -sesseln, in denen man gemütlich versinken konnte, sogar ein Feuer prasselte im Kamin.

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Ostersonntag sind wir auf alten historischen Pfaden gelaufen: St Mary Le Bow, Smithfield mit der Wallace-Plakette und als wir St Bartolomew-the-Less anschauen wollten, gerieten wir wider Willen in eine Ostermesse. So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie ich eine brennende Kerze in die Hand gedrückt bekam und auf die Bank genötigt wurde. Als bekennendes Nichtvereinsmitglied hatte ich aber auch keine Scheu kurz darauf wieder zu flüchten.

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Über die Lodon Bridge zu Green Market, einer schönen Markthalle, die natürlich leider geschlossen hatte. Dann zur Clink Street, wo man zur Zeit sehen kann, wie die Überreste von Winchester’s Palace restauriert werden:

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Danach folgte ein wirklich bemerkenswerter Besuch des St Thomas Hospital Museum mit seinem alten Operating Theatre mit eindrucksvoller Vorführung der alten Operationsmethoden ohne Betäubung. Davon erholt haben wir uns in einem wundervollen uralten Pub, in dem schon Shakespeare und Dickens verkehrten (nein, nicht zur selben Zeit 😉 ).

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Das George Inn ist wirklich bezaubernd, trotz seiner Größe gemütlich und hat einen Hof mit vielen Bänken. Tage später haben wir dort einen herrlichen Abend verbracht. Es ging zurück über die london Bridge, zu Fuß an St Paul’s vorbei, kurz noch den London Stone gestreift und St Bride’s Church angeschaut, deren Kirchturm angeblich einen Bäcker zur ersten Hochzeitstorte inspiriert hat.

Den Montag habe ich größtenteils in der Tate Britain verbracht. Aber am Dienstag war wieder „Großkampftag“ angesagt: Wir haben zwei London Walks gemacht, beide phantastisch! Der erste „behind closed doors“ führte uns u.a. in’s Royal Opera House, wo wir einen herrlichen Blick üver Covent Garden und London genießen konnten:

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Die Tour führte uns auch kurz ins Hunterian Museum, für jeden, der beim Anblick von Präparaten nicht gleich kotzen muß, ein Besuch wert! Die Tour endete am Royal Court of Justice , so daß ich mich gegenüber bei Twinings mit genügend Tee für’s ganze Jahr eindecken konnte.

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Gleich um die Ecke ist Temple, wo man herrlich alte Ecken findet:

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Obwohl mit Twinings Tüten bepackt, starteten wir dann den zweiten Walk: Old Westminster, der uns einmal um Westminster herum führte aber dann eben in abgelegenere Ecken führte, wie z.B. den Little Dean’s Yard oder den Jewel Tower.

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Am Mittwoch waren ausgiebig im London Museum. (Ich habe, glaube ich, schon früher erwähnt, daß sich hier ein Besuch vor allem auch mit Kindern lohnt. Auch kann die Lektüre des Romans London: The Novel von Edward Rutherfurd -gibt’s auch auf Deutsch- dazu führen, daß man gar nicht mehr aus dem Museum raus will 😉 ). Danach ging’s zum Summerset House und über Covent Garden zu Seven Dials, einer zauberhaften Ecke, wo ich die erste Maniküre meines Lebens genossen habe.

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Am Donnerstag fuhren wir nach Highgate und haben einen schönen Spaziergang über den östlichen Friedhof gemacht, wo u.a. Marx’ Grab ist

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und sich ein paar wilde Katzen ein schönes Leben machen:

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Gleich um die Ecke findet sich der wunderschöne Waterlow Park mit einem sehenswerten Café im Lauderdale House. Den Tag beschlossen wir wieder im George Inn, wie schon erwähnt ein phantastischer Abend. Am Freitag machten wir wieder einen London Walk, der aber sehr schlecht war, weil der eigentliche Guide durch eine nichtwissende Frau ersetzt wurde, außerdem regnete es in Strömen. Wir trösteten uns hinterher mit einem Einkauf bei Fortnum & Mason, wo ich doch kurz mit einem aufkeimenden Sozialneid zu kämpfen hatte 😉 Der letzte Abend wurde gekrönt mit einem Treffen mit Emilie in einem Pub am Trafalgar Square. Es war so nett, sie wiederzusehen!

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Über das Chaos am Samstag wisst ihr ja schon Bescheid und so bleibt mir nur zu sagen, daß es toll war und ich es kaum erwarten kann, wieder nach London zu kommen!!

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Heathrow…

…ach, war doch alles toll organisiert im Terminal 5: wir checkten heute morgen ein, wir gingen zur Security, ich zeigte meine Bordkarte und meinen Ausweis und wurde freundlichst weitergewunken. Ich sah dann nur noch aus den Augenwinkeln, wie meine Begleitung C. zurückgewiesen wurde wegen eines Computerfehlers. Auch die viel zu lange Schlange am Sicherheitsschleuse überstand ich ohne besondere Vorkommnisse, kam dann auch noch pünktlich um sieben zum Gate – war aber immer noch alleine. C. rief mich dann auf dem Handy an, wies mich an, in das Flugzeug zu steigen und seitdem wartet sie darauf, endlich ausgeflogen zu werden, bis jetzt ist der Flug nicht annuliert. Reisebericht folgt dann morgen.

Back from Heatrow Terminal 5! But I had to go alone, because C. suddenly wasn’t in the computer system anymore. She spent the day waiting for her fly. Just in moment it seems that she will get a plane in an hour. Real London stories will follow tomorrow!

…und tschüß!

Ich habe zwar gestern wie verrückt an Gabrielle gestrickt, aber den letzten Ärmel nicht ganz fertig bekommen, also stopfe ich nun das unfertige Teil in den Koffer. Wahrscheinlich reicht die Wolle eh nicht… Sei’s drum, ich freu mich auf eine Woche Urlaub und euch wünsche ich frohe Ostern!

I didn’t manage to finish Gabrielle yesterday so I take it with me to London. I’m happy about one week holiday and wish you happy Easter!

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Ich habe in London zum ersten Mal meine Mrs Beeton getragen und sie haben mir sehr gute Dienste erwiesen:
When I was in London I wore my Mrs Beeton for the first time and they did me a good turn:

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Da wurden Begehrlichkeiten geweckt und meine Begleitung deutete an, sie würde sich über Mrs Beeton auch sehr freuen. Nun denn: hier sind sie:
My company gave me to understand that she would be happy if I would knit her Mrs Beeton too. No sooner said that done:

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Wolle: Wolle Rödel Siena und Kid-Mohair.
Yarn: Wolle Rödel Siena and Kid-Mohair.

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happy new year!

Wieder zurück möchte ich euch als erstes alles Gute für 2008 wünschen und mich für die lieben Glückwünsche bedanken!
I‘m back and first and I want to wish you all a happy new year!

London war wieder sehr schön aber sehr voll. Das Stichwort dieser Tage war „Sale!“ – es schien, als ob alle Engländer nach London gereist wären, um dort alles zu kaufen, was reduziert war. Menschenmassen, mit vielen Tüten bewehrt kämpften sich jeden Tag durch die Oxford Street, was ich meistens zum Glück aus der sicheren Position im Bus beobachten konnte. Zu meiner eigenen Jagd nach Reduziertem später.
It was great again in London but the city was fuller than I know it until this time. It was Boxing Week and the „sale!“ dominated the streets. It seemed that all people from whole England came to London for shopping. In Oxford Street there were every day so much people with a lot of bags that I was happy about sitting in the bus most the time when I passed the street. But I will tell you later about my own „hunt“.

Ich werde dieses Mal keinen Tagesbericht ablegen, sondern nur mal ein paar besondere Highlights erwähnen. Da wäre das Bethnal Green Museum Of Childhood, ein Ableger des Victoria & Albert Museums. Ein schönes Beispiel wieder dafür, wie man Museen/Ausstellungen für Kinder attraktiv machen kann. Wer wie ich eine Schwäche für Puppenhäuser hat, sollte unbedingt hin: es sind einige alte Puppenhäuser zu sehen, u.a. das Puppenhaus der Familie Tate.

I visited the Bethnal Green Museum Of Childhood . A nice museum for kids and for people who like doll’s houses like I do. There a few of very old doll’s houses, for example the doll’s house of the Tate family.

Wir hatten uns dieses Mal vorgenommen, auch mal in die Umgebung zu fahren und so fuhren wir am Sonntag mit dem Zug ab Waterloo Station nach Salisbury und von dort weiter mit dem Bus nach Stonehenge. Hm, irgendwie hatte ich es mir beeindruckender vorgestellt. Was natürlich auch daran liegt, daß die Besucher nur weiträumig abgesperrt im Kreis um die Anlage gehen dürfen (was ich völlig verstehe, wer will schon, daß sich jeder Touri ein Stückchen abbricht).

This time we wanted to see a little more from the landscape around London and so we took the train on Sunday to Salisbury and then the bus to Stonehenge . I was a little bit disappointed about it: you cannot go through the stones but you have to surround them in a big circle. (I completely understand this, no-one wants the everybody brake a little bit of the stones.)

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Wir nahmen den letzten Bus um halb vier nach Salisbury zurück und liefen noch ein bißchen durch das entzückende Städtchen. Absolut sehenswert ist die Kathedrale.

We took the last bus at 3:30 to Salisbury and walked through the nice little town. We visited the wonderful cathedral, unfortunately it was too late to see the Magna Carta , the Charter House was already closed.

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Leider waren wir zu spät dran, um noch die Magna Carta zu bewundern. Wir kamen wieder bequem mit dem Zug nach London zurück, ohne etwas vom in den Nachrichten berichteten Zugchaos mitzubekommen. Und wieder einmal schwärme ich von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Ticketverkäufers und des Informations-Staffs am Bahnhof.
Am Silvestermorgen besuchte ich die Tate Modern und hatte Glück: ich war so früh dran, daß ich die Flux-Ausstellung im 5. Stock nahezu alleine genießen konnte, wobei es mir besonders eine Video-Installation von Steve McQueen angetan hat.

In the morning of New Year’s Eve I’ve visisted the Tate Modern . It was so early that I could enjoy the 5th floor nearly alone. I loved the Drumroll-film by Steve McQueen .

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Am Nachmittag machte ich mich vergeblich erneut auf die Suche nach einer Teekanne, dieses Mal das Objekt meiner Shopping-Tour. Ich hegte schon den Verdacht, daß in London gar keine Teekannen verkauft werden, weil jede englische Familie wegen eines Gesetz aus dem Jahre 1605 ihre Kannen selbst töpfern muss :-)

In the afternoon I’ve tried again to catch a tea pot. Mine was broken a few weeks ago and I really wanted to buy a new one in London. But it was hard to find one. I guessed if there is a English law from the year 1605 that every family in the country have to do pottery itself :-)

Rund um Trafalgar Square waren Polizei und Stadt schon sehr eifrig beschäftigt, sich auf den Ansturm am Abend vorzubereiten.

Near Trafalgar Square the police and the city staff were already busy to prepare all for the big run on in the evening.

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Wir selbst fuhren am Abend nach Soho und hatten auch noch ernsthaft vor, den Jahreswechsel am Trafalgar Square zu verbringen. Natürlich war ich auf viele Menschen vorbereitet. Aber was ich da gesehen habe, stellte alles in den Schatten. Da es nieselte, die Menschenmenge immer größer wurde, die Jugendlichen sich schon um zehn erbrachen und wir noch zwei Stunden unseren zugebenermaßen guten Stehplatz am Trafalgar Square neben einem bewunderswert stoischen Bobby hätten verteidigen müssen, beschlossen wir zu flüchten solange eine Flucht noch möglich war und nahmen die U-Bahn nach Notting Hill, wo wir vor einer netten Kneipe einen sehr ruhigen witzigen Jahreswechsel verlebten und vollkommen erledigt auch schon um eins im Bett lagen.

In the evening we were at Soho and planned to spend New Year’s Eve at Trafalgar Square. Of course I’ve expected a lot of people but what I’ve seen there was too much. Because it was raining, more and more people were coming to the place and a few young people are fucking wasted already at ten – we decided our good place next to a nice and stoic bobby and fled as long as a flight was possible. We took the tube to Notting Hill and there we spend a quiet but funny turn of the year.

Man muß sich nicht strickiges kaufen, wenn man an Neujahr so ein schönes Geburtstagspäckchen auspacken darf!

You don’t have to buy any knitting things if you get such a nice birthday gift at New Year’s Day!

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Meinen Geburtstag verbrachte ich größtenteils auf bzw. am Wasser. Wir nahmen das Boot ab Tower nach Greenwich. Eine absolut empfehlenswerte Bootstour! Nachdem wir im Royal Naval College die Painted Hall bewundert hatten, liefen wir durch den Greenwich Park zum Royal Observatory, alleine schon wegen des tollen Ausblicks einen Ausflug wert! Kurz mal am Nullmeridian innegehalten und sich eingestehen, daß man immer noch nicht verstanden hat, wie ein Sextant funktioniert 😉

I’ve spent my birthday almost on or at the water. We took the boat from Tower to Greenwich. It was so great! I love to use boats! We visited Painted Hall in the Royal Naval College and then we walked through Greenwich Park to the Royal Observatory. You have a great view there! Stopped at the Prime Meridian and tried to understand how a sextant works :-)

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Leider war Cutty Sark nicht sichtbar, es wird immer noch restauriert. Die Rückfahrt mit dem Boot verlängerten wir bis Westminster, auch das empfehle ich unbedingt weiter!

Unfortunately Cutty Sark wasn’t visible, they still restore it. We took the boat back to Westminster and I really recommend this tour!

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Da ich immer noch von dem Wunsch beseelt war, eine Teekanne zu kaufen, gingen wir zu Fortnum&Mason, die aber leider geschlossen hatten. Also stürzten wir uns kurz vor Ladenschluß doch noch auf die Oxford Street, wo ich bei Debenhams endlich fündig wurde und nun eine schöne große Teekanne habe, die außerdem sensationell reduziert war – ich sage nie wieder was gegen „Sale!“ :-)
Die Kanne hat sogar den Flug im vollgestopften Koffer gut überstanden und ist schon eifrig in Gebrauch.

Did I said that I hated „sale!“? That’s wrong: I love it! At last I’ve found a nice tea pot at Debenhams and I managed to carry it home without damaging it. A great memory to a great trip!

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Achja, der Rückflug wurde noch spannend. Bei der Ankunft endete der Standsted Express wegen Bauarbeiten bereits in Tottenham Hale. Allerdings hieß es, Liverpool Street Station sei am 02.01. wieder normal geöffnet und wir fragten extra am Abend vorher im Banhof nach: Jaja, alles sei wieder normal am nächsten Tag, der Standsted Express würde wieder wie gewohnt von dort aus fahren. Wie ließen es uns auch extra auf dem Computer zeigen: der Zug war normal aufgeführt. Wir bestellten also ein Taxi zum Bahnhof, das auch schon zu spät kam. Während wir also im Taxi saßen hörten wir die Nachrichten im Radio und da hieß es auf einmal wieder, daß Liverpool Street Station immer noch komplett geschlossen sei. Hm, nach einem kurzen Check, was denn noch an Pfund in den Geldbeuteln war und der Behauptung des Taxifahrers, daß er es sehr schnell zum Flughafen schaffen würde, entschlossen wir uns eben, mit dem Taxi zum Flughafen zu fahren. Sei‘s drum, er hat es wirklich schnell geschafft und wir bekamen noch entspannt unser Flugzeug.

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See you next year!

Bei der traditionellen Wanderung am 2. Weihnachtsfeiertag wurden die Kilt Hose von C. schon eingetragen und so konnte ich ein Bild machen.
C. wore her new Kilt Hoses when we made our traditional hiking tour on Boxing Day. So I could take a picture.

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Anleitung: Highland Schottische Kilt Hose in Folk Socks von Nancy Bush. Wolle: Wolle Rödel Sport & Strumpfwolle Classik, Verbrauch: 130 Gramm. NS 2,5mm.
Pattern: Highland Schottische Kilt Hose in Folk Socks by Nancy Bush. Yarn: Wolle Rödel Sport & Strumpfwolle Classik, 130 grams, needle size 2,5mm.

Und dann habe ich pünktlich zum Abflug noch meinen Schal aus Rowan Cocoon fertig gemacht. Ein Traum in Schneeweiß, nie was weicheres in den Händen gehabt! Ich habe 36 Maschen angeschlagen, 3 rechts, 3 links gestrickt mit Nadelstärke 6. Verbrauch: 3 Knäuel, also 300 Gramm. Größe (ungespannt): 17cm x 180 cm.
Right in time I’ve finished my simple scarf with Rowan Cocoon. I love it. The yarn is the softest I’ve ever touched! I casted on 36 stitches, then knitted k3, p3 with needle size 6mm. I needed three balls: 300 grams. Size (unblocked): 17cm x 180 cm.

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Und nun möchte ich mich für dieses Jahr von Euch verabschieden: morgen früh geht der Flieger nach London! Ich komme am 02. Januar wieder und freue mich wahnsinnig auf den Jahreswechsel in London! Ich danke für das eifrige Lesen und kommentieren und wünsche euch einen guten Rutsch!
And now it’s time to say good bye: tomorrow early in the morning I’ll take the plane to London. I’m so looking forward to spend New Year’s Eve in London! I’ll be back at January, 2. Thanks for reading and all the comments this year! Happy New Year to you!