Rot

Wenn es im Blog so ruhig ist, daß irgendwelche Trolle sogar uralt-Beiträge kommentieren müssen (by the way, gebt euch doch wenigstens sprachlich etwas Mühe, wenn ihr mir in den Blog kotzt!), ist es dringend Zeit für einen neuen Beitrag.

Hatte ich zwar nach unmittelbar nach Weihnachten geschworen, so schnell kein Nadelspiel mehr in die Hand zu nehmen, habe ich doch eigentlich den ganzen Januar nur Socken gestrickt, bis ich durch eine E-Mail auf Sylvi aufmerksam wurde. Ja, das war es! Das nächste Großprojekt, das ich so lange gesucht hatte! Mußte ich nur noch die passende Wolle dafür finden, das ging aber relativ schnell, habe mich für die Drops Lima entschieden. Nach Farbkarten zu wählen ist ja immer so eine Sache, aber dieses Rot ist einfach nur prächtig, ich bin sehr froh über die Wahl. Natürlich muß ich die Anleitung umrechnen für das dünnere Garn, aber mittlerweile kann ich mir nicht mehr vorstellen, irgendwas mit Nadelstärke 6 oder höher zu stricken.

Der erste Ärmel. Ich stricke die Ärmel ohne die Manschette. Vielleicht kommt die ganz am Schluß noch nachträglich dran, ich bin mir noch nicht sicher, ob die mir gefällt, vielleicht schlage ich die Ärmel auch nur einfach um.  Aber bis dahin ist es ja noch eine Weile hin 😉

Wurzparade

Ich wünsche Euch noch ein gutes neues Jahr! Mein 2011 wird wohl ein Wurz-Jahr werden: vom Liebsten habe ich zum Geburtstag eine Mischung von 20 19 kleinen Wurzen bekommen, ein großer Wunsch von mir:

Aus England kommend haben sie die letzten drei Wochen beim Liebsten verbracht und sind wahnsinnig gewachsen (wie überhaupt der Mann eine Wurz-Aura zu haben scheint 😉 ), also war heute morgen der große Umzug angesagt:

Gestern schon hatte ich versucht, alle Wurze zu identifizieren, denn leider war bei der Sendung kein Beipackzettel dabei. Vermutlich habe ich zwei Drittel falsch beschriftet, aber egal, ich will ja nur in die private Züchtung einsteigen…

Und so stehen sie jetzt in der Wurzaufzuchtstation und erfreuen mich sehr.

Einen Lieblingswurz habe ich auch schon, aber das sage ich nicht laut, die anderen sollen ja nicht verkrätzt werden, außerdem sind sie auch sehr schön.

Jahresendsocken

So, nun also der äußerst langweilige Bericht über die Weihnachtssocken: Letztes Jahr hatte ich nur die Hälfte an einem extra lockeren Paar in Altherrenbraun für meinen Opa geschafft, dieses Jahr ist nun das Paar fertiggestellt worden. Gestrickt mit 72 Maschen, dennoch äußerst kritisch beäugt, auch wurde angezweifelt, daß es die richtige Größe ist – Wertschätzung ist nichts, was dieser Mann gelernt hat. Sei’s drum, es war das letzte Paar für ihn.

Dieses Paar geht heute noch zur Post und gefällt mir gut:

Ich mag diese Tweed-Sockenwolle von Rödel. Gestrickt mit 2,5-Nadeln, Größe 42/43, Verbrauch: 80 Gramm.

Nun denkt Euch das gleiche in Grau, die hat mein Papa bekommen. Und weil ich zwischendurch auch noch etwas Farbe sehen wollte, sind diese hier für mich entstanden, nur noch die Fäden muß ich vernähen:

Wolle Rödel Sport- und Strumpfwolle Color 4-fach (degradè Farbverlauf, einfädig), so der offizielle Name der Wolle. Die Farben sind toll (habe auch noch andere Verläufe gekauft), das stricken mit dem einfädigen Garn geht nicht ganz so flott und ich bin sehr gespannt, wie die sich halten! Verbrauch: 70 Gramm.

Gegenprogramm

Ich kann keine Nadelspiele mehr sehen, der letzte Weihnachtssocken wird wohl heute Abend endlich fertig und wird dann morgen verschickt. Morgen werde ich auch mal über die letzten Socken berichten, wenn ich auch von den meisten verschenkten keine Bilder gemacht habe, weil sie auf den letzten Drücker fertig wurden…

Weihnachten und die Zeit davor war leider nicht so besinnlich, im Moment habe ich von diesem Jahr ziemlich die Schnauze voll, aber es ist ja bald geschafft. Unter anderem mußten wir ein paar Tage vor Weihnachten für meinen Opa nach einem erneuten Sturz und Krankenhausaufenthalt kurzfristig einen Heimplatz finden, was glücklicherweise reibungslos geklappt hat und er fühlt sich dort nach der ersten Woche auch wohl. Und von all dem anderen Kladderadatsch schweige ich.

Gestern setzte ich mich dann in aller Ruhe an meine Nähmaschine und habe ziemlich mindless ziemlich geradeaus genäht, war ungemein entspannend!

So um die 25 Säckle sind’s geworden, quasi heute schon vorsorgen für’s nächste Weihnachten  :p

Für’s erste habe ich zwei davon mit Lavendel gefüllt, die will ich morgen gen Norden losschicken für jemanden, die mir eine riesige Freude bereitet hat, einfach so, was einfach schön war und gut getan hat!

Und hinten links sieht man das ultimative Geschenk des Liebsten rausblitzen: eine Schischi-Thermoskanne von Greengate, zum Kreischen schön!

Was auf den Kopf…

…gab’s heute für den Liebsten.

Anleitung: Mütze Nr. 10 aus Rebecca 35. (Gab’s auch schon mal für mich.) Wolle Rödel Siena Big. Gestrickt mit 4,5mm-Nadeln, Verbrauch: 105 Gramm.

Winterwunderland II

…wenigstens in der Mittagspause – aber für dieses Jahr ist das nun das letzte Wochenende, das ich durchgehend arbeitend verbringe…

Seit zwei Tagen fertig: simple, aber sehr warme Stulpen:

Anleitung: Men’s Hand/Wrist Warmers by Joelle. Wolle: Wolle Rödel Sport- und Strumpfwolle extrastark 6-fach. Verbauch: 65 Gramm, gestrickt mit 3,5mm-Nadeln. Und wie man sieht: bei diesen Temperaturen heißt es: nicht ohne meine Doris!

Und gestern habe ich den Nachmittag mit dem Liebsten an einem tollen Ort verbracht: stöbern bei einem Antiquitäten- und Antiquariatsparadies und gleich mal ein paar Schachenmayr-Lehrbücher abgegriffen und viel Spaß gehabt.

Auf dem Kopf: das Tweed-Barret aus dem Jahre 2006 und um den Hals den Baktus von letztem Jahr.

Albertle und Springerle

Wir kommen zunächst zur Sensationsmeldung des Tages (vergesst den Schlichterspruch, das hier ist besser!): Die Äpfel haben ihren Dienst getan und just in diesem Moment genieße ich ein weiches Springerle, d.h. ich kann davon abbeißen ohne mir Zahn- und/oder Kieferverletzungen zuzufügen! Nun habe ich die Apfelschnitze erneuert, denn eine weitere Woche in der feuchten Umgebung kann den Springerle nicht schaden.  Und lecker sind sie! Ich bin begeistert und erkläre mich hiermit zur Springerle-Bäckerin innerhalb der Familie.

Da ich ja mittlerweile die wohl größte Sammlung an Albertle-Formen auf dem Kontinent mein Eigen nenne, war es klar, daß ich auch dieses Jahr Albertle backe.

Das Backen gestaltete sich wider Erwarten etwas chaotisch, da ich auf einmal die Stärke nicht mehr finden konnte, die ich doch neulich ganz sicher gekauft hatte. Also fehlten auf einmal 36 Gramm Stärke und auch das Weizenmehl war ausgegangen. Ich verrate hier nun also mein Geheimnis für tolle Albertle: 36 Gramm Dinkelmehl! Ein Rätsel muß aber noch gelöst werden: warum bekomme ich immer wenn im Rezept steht „ergibt etwa 80 Stück“ 130 Plätzchen? Besonders dünn habe ich den Teig ja nicht ausgerollt. Außerdem hatte ich auch noch das Rezept, das ursprünglich auf 5 Eier ausgerichtet war, umgerechnet, da sich nur noch 4 Eier im Kühlschrank fanden und ich keine Lust hatte, wegen einem Ei einkaufen zu gehen (von der fehlenden Stärke und dem fehlenden Mehl hatte ich da ja noch keine Ahnung…).

Winterwunderland

Dieser trübe, dunkle, graue November hat mir ein wenig auf’s Gemüt geschlagen, deswegen war’s hier auch so still. Deshalb freue ich mich über den Schnee, der macht nämlich alles ein wenig heller (außerdem hatte ich letzte Woche Kehrwoche und bin so um das schlimmste herum gekommen!).  Am Sonntag wurde denn auch die Weihnachtsmarktsaison eröffnet: auf den Hohenzollern ging’s. Dort sollte man einen „königlichen“ Weihnachtsmarkt vorfinden… Naja, so dolle war’s nicht, ich fand es insgesamt zu wenig Stände und auch das Sortiment hat mich nicht begeistert. Aber immerhin hatten wir so einen winterlichen Spaziergang rauf zur Burg und wieder runter. Und auf dem Weg runter habe ich mich noch ein wenig in den Wald geschlagen, um Fotos zu machen, bzw. machen zu lassen:

Endlich fertig ist der Baktus aus der selbst gesponnenen Wensleydale Wolle, die ich mir vor Ewigkeiten in London gekauft hatte. 150 Gramm, verstrickt mit 3,25mm-Nadeln.

Dann ist noch ziemlich schnell eine Wurm-Mütze entstanden, die mir ganz gut gefällt, wenn ich auch ruhig noch zwei Mustersätze zusätzlich stricken hätte können, damit das Ganze noch „fluffiger“ ist. Anleitung: Wurm, Wolle: Wolle Rödel Siena, Nadeln: 3,00 + 3,5mm, Verbrauch: 85 Gramm.

Und ja ich weiß: die Stunde der Wahrheit rückt näher: die Springerle… Letzte Woche hatten sie noch die Konsistenz von Pflastersteinen, daraufhin kamen Apfelscheiben mit in die Dose.  Heute wird getestet und berichtet…

Springerle – Tag 2

Es ist vollbracht! Die Springerle sind gebacken und natürlich steinhart, das ist normal. Jetzt müssen sie noch so drei Wochen lagern, dann sollten sie wieder weich und zart sein. Es bleibt also spannend…

Und nun noch zur Erläuterung, wer oder was da „springen“ soll: die Springerle sollen beim Backen aufgehen und zwar in die Höhe, dann entsteht so ein „Füßchen“, hier mal im Detail:

Für’s erste bin ich zufrieden, ich werde das abschließende Urteil dann in drei Wochen fällen…

Springerle – Tag 1

Okay, bis hierher ist das mein Ding: Teig kneten, ruhen lassen, ausrollen und sich mit dem gesamten Körpergewicht auf den Model drücken, Springerle ausschneiden und auf’s Blech tun. Das war’s??? Nun gut, der spannende Teil kommt ja noch: morgen werden sie gebacken und dann müssen sie „springen“. Falls sie das tun, weiß ich schon, nach was ich in Zukunft auf Flomärkten Ausschau halte, denn die Motivauswahl heute war mehr als fragwürdig.